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Politik Inland
10/25/2020

Bundesländer im Sympathie-Test: Wen wir mögen, und wo wir gerne leben

Welches ist das attraktivste Bundesland zum Arbeiten und zum Leben? Welches ist das sympathischste Land? Und wer weiß, warum wir am 26. Oktober feiern?

von Daniela Kittner

Warum ist der 26. Oktober der Nationalfeiertag? Was geschah 1955 an dem Tag?

Diese Frage stellte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer knapp 2000 Befragten, Mehrfachantworten waren möglich. Das Ergebnis:

40 Prozent nennen richtigerweise das Inkrafttreten der Neutralität. 37 Prozent wissen, dass der Abzug des letzten Besatzungssoldaten gefeiert wird (die Kaserne in Klagenfurt-Lendorf wurde am 25. 10. von den Briten übergeben).

36 Prozent tippen auf die Unterzeichnung des Staatsvertrags (das war jedoch am 15. Mai 1955).

12 Prozent der Befragten rätseln, ob am 26. Oktober etwa „die Zweite Republik ausgerufen wurde“ (sie wurde Ende April 1945 begründet). Vier Prozent verorten an dem Tag „die Befreiung von der Nazi-Herrschaft“ (NS-Deutschland kapitulierte am 8. Mai 1945).

Gar keine Idee, was am 26. Oktober gefeiert wird, haben 14 Prozent der Befragten, „bei Staatsbürgern, von denen zumindest ein Elternteil nicht in Österreich geboren ist, sind es doppelt so viele“, sagt Bachmayer.

Vom Wissen über Österreich zur Sympathie: Wen unserer Landsleute mögen wir? Wo arbeiten und leben wir gerne? Und mögen wir uns selbst?

Der Arbeitsplatz-Oscar geht an … Salzburg

Auf die Frage, welches Bundesland „attraktiv zum Leben und Arbeiten ist“, nennen 72 Prozent der Bewohner der anderen Bundesländer Salzburg. Dahinter kommt die Steiermark (62 %) und Oberösterreich (60 %). Schlusslichter bei der Frage nach Leben & Arbeit sind das Burgenland (37 %) und Kärnten (48 Prozent).

Das Selbstbild – für wie attraktiv hält man das eigene Bundesland zum Leben und zum Arbeiten – weicht zum Teil gigantisch vom Fremdbild ab. Die Vorarlberger halten ihr Land diesbezüglich für am attraktivsten (95 %), von den übrigen Bundesländern gestehen das aber nur 50 Prozent Vorarlberg zu.

Die Burgenländer und Kärntner rangieren mit 78 bzw. 77 Prozent auch in der Eigeneinschätzung als Land zum Arbeiten und zum Leben am letzten Platz – wobei das Selbstbild immer noch weit besser ist, als jenes, das andere Länder von ihnen haben (37 bzw. 48 Prozent).

Der Sympathie-Oscar geht an … die Steiermark

82 Prozent aus den anderen Bundesländern finden die Steirer und die Steiermark sympathisch. In Burgenland, Kärnten, Oberösterreich und Wien leben die meisten Steiermark-Fans, in Vorarlberg und Tirol am wenigsten. Platz 2 in der Sympathie geht an Salzburg (80 %), Platz 3 an Oberösterreich (76 %). Wien ist mit 39 Prozent Schlusslicht.

Und wie sehr mögen sich die Bundesländer selbst? Da sind Kärnten, Burgenland und die Steiermark (95 % finden das eigene Land und die Leute sympathisch) ganz vorne, Wien mit 73 Prozent am Ende der Skala.

Vor allem die ÖVP versucht seit jeher, die mäßige Beliebtheit Wiens in Anti-Wien-Wahlkämpfen zu nutzen. 21 Prozent der Befragten geben ihr recht, sie glauben, dass Wien-Bashing in ihrem Bundesland zieht.

Die absolute Mehrheit der Österreicher glaubt hingegen nicht, dass das etwas bringt: 55 Prozent meinen, dass ein Anti-Wien-Wahlkampf in ihrem Bundesland „keinen Erfolg bringt“. Im Burgenland meinen das 66 Prozent, aber sogar in Tirol bezweifeln 59 Prozent, dass Wien-Bashing ein Erfolgsrezept sei.

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