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KURIER-OGM-Umfrage
04/08/2021

51 Prozent wollen Freiheit für Geimpfte, Kritik an langsamer Regierung

Die Impfverzögerung in Österreich wird deutlich stärker der Bundesregierung als der EU angelastet. Impfbereitschaft liegt über 60 Prozent.

von Daniela Kittner

Die Impfbereitschaft ist enorm gestiegen. Das geht aus der jüngsten OGM-Umfrage im Auftrag des KURIER hervor. Waren im Dezember noch 44 Prozent „unsicher“ oder „nicht bereit“, sich impfen zu lassen, gibt es derzeit nur noch 29 Prozent Impfskeptiker oder Impfverweigerer. 48 Prozent sagen, sie wollen sich „so rasch wie möglich impfen lassen“, weitere 13 Prozent „nach etwas Zuwarten“ – ergibt in Summe 61 Prozent Impfbereitschaft.

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Die FPÖ-Anhänger stechen bei der Frage nach der Impfbereitschaft heraus, sie sagen zu 60 Prozent, sie wollen sich „sicher nicht impfen lassen“. Bei den anderen Parteien erklären sich rund drei Viertel impfbereit.

Interessant ist auch die Frage, ob die Bevölkerung allen Impfstoffen gleichermaßen vertraut? Eine Mehrheit von 58 Prozent sagt klar „nein“. Nur ein gutes Drittel (37 Prozent) vertraut allen Impfstoffen gleichermaßen.

SPÖ gegen SPÖ-Wähler

Eindeutig ist auch die Meinung, wonach Geimpfte früher zum normalen Leben zurückkehren sollen. 51 Prozent sagen ja, 39 Prozent sind dagegen. Die SPÖ, die im Bundesrat ein Veto gegen rasche Freiheiten für Geimpfte eingelegt hat, agiert hier gegen die Mehrheit ihrer Anhänger: 56 Prozent der SPÖ-Wähler sind für, 40 Prozent gegen raschere Normalität für Geimpfte.

Kanzler-Versuch nicht erfolgreich

Auch die Bundesregierung steigt bei der Umfrage nicht gut aus. Wer ist schuld am schleppenden Impfen? Normalerweise verliert so eine Frage immer die EU. Aber diesmal liegen die EU und auch die Pharmakonzerne weit besser als die Bundesregierung, die für 36 Prozent die Hauptschuld an den Impfverzögerungen trägt. Für 23 Prozent ist die EU, für 22 Prozent die Pharmaindustrie verantwortlich.

Der Versuch des Kanzlers, das Gesundheitsministerium (dessen Beamte) alleinverantwortlich zu machen, scheint nicht erfolgreich: Nur fünf Prozent geben dem Gesundheitsministerium die Hauptschuld an den Impfverzögerungen. daniela kittner

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