Congress of the CSU party in Nuremberg

© EPA / RONALD WITTEK

Politik Ausland
09/12/2021

Vor letztem TV-"Triell" am Sonntag: Laschet will auch als Zweiter Kanzler werden

Er strebe zwar Platz 1 an, aber es könne auch der Zweite Kanzler werden, sagt der Unions-Kandidat. Die SPD liegt laut letzter Umfrage sechs Punkte vorne.

von Daniela Kittner

In zwei Wochen wählt Deutschland. Am Sonntag fand das letzte "Triell" im Fernsehen zwischen den drei Kanzleramtsanwärtern statt: Armin Lachet von der Union aus CDU/CSO, Olaf Scholz von der SPD und Annalena Baerbock von den Grünen.

Kurz vor Start des TV-Triells eröffnete Lascht am Sonntag den Poker ums Kanzleramt. "Die Partei mit den meisten Stimmen bei der Bundestagswahl am 26. September muss nicht automatisch den Kanzler stellen. Nicht der, der auf Platz eins liegt, wird automatisch Bundeskanzler“, sagt der CDU-Chef im Deutschlandfunk. Dennoch habe er die Absicht, auf Platz eins zu liegen und Bundeskanzler zu werden.

Neueste Umfrage

Tatsächlich liegt die Union derzeit mit einem Abstand von sechs Punkten hinter der SPD. Laut dem Meinungsforschungsinstitut INSA würden die Deutschen derzeit so abstimmen: 26 Prozent SPD, 20 Prozent Union, 15 Prozent Grüne, 13 Prozent FDP, 11 Prozent AfD, 6 Prozent Linke.

Bei der Suche nach einer Regierung könnte das für Überraschungen sorgen.

Mit der AfD schließen alle Parteien eine Koalition aus, auch eine Regierung unter Beteiligung der Linken ist sehr unwahrscheinlich.

FDP pokert mit Verweis auf 1976

Es könnte sich aber eine Mehrheit der Union mit FDP und Grünen ergeben. Die FDP-Chef  Christian Lindner hatte im Bundestag darauf verwiesen, dass die Liberalen 1976 mit der auf Platz zwei liegenden SPD und nicht mit dem Wahlsieger CDU/CSU koalierten. Diesen Ball nahm Laschet auf, indem er die Variante, als Zweiter zu Kanzler zu werden, ins Spiel brachte.

Mandatsbonus für stärkste Partei

Allerdings: In Deutschland gibt es, anders als in Österreich, einen Mandatsbonus für die stärkste Partei. Welche Varianten parlamentarisch praktikabel sind, wird erst am 26. September feststehen.

Vielleicht geht sich als einzige Zweier-Variante doch noch eine SPD-Unions-Mehrheit aus. Laut derzeitigen Umfragen zeichnen sich nur Dreiervarianten ab

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