F-15, Flugzeugträger, Raketen: Angriff der USA auf Iran wird wahrscheinlicher

MALAYSIA-US-NAVY
Die USA erhöhen den Druck auf Teheran. Bewegungen der Streitkräfte werfen Fragen nach einem bevorstehenden Schlag auf.

Auf jede einzelne Drohung Donald Trumps angemessen zu reagieren, würde dessen Konkurrenten wohl rasch wahnsinnig machen. Und genau das bezweckt jener Mann, der sich vor Jahrzehnten sein Buch "The Art of the Deal" schreiben ließ. Ob im Zollstreit, bei Grönland, in der US-Innenpolitik oder im Nahen Osten. Folgt auf eine Drohung entsprechendes Handeln oder nicht? Seine Gegner können sich oft nicht sicher sein – wie Nicolas Maduro erfahren musste. Geschieht das mit den Mullahs im Iran ebenso?

US-Militärbewegungen verdichten sich

Seit Mittwoch mehren sich die Indizien, dass die USA nun doch einen Schlag gegen die Islamische Republik vorbereiten: Zwölf F-15E-Mehrzweckkampfflugzeuge wurden von Großbritannien nach Jordanien verlegt – womit derzeit 36 dort stationiert sind.

Diese F-15E spielten eine Schlüsselrolle bei der Abwehr der iranischen Drohnen- und Marschflugkörperangriffe auf Israel im vergangenen Juni – und sind laut Berichten für diese Aufgabe heute leistungsfähiger als je zuvor.

Ebenso wurden Luftbetankungsflugzeuge verlegt, die im Zuge einer Operation gegen die Islamische Republik unerlässlich wären. Zudem Patriot- und weitere Flugabwehrsysteme.

Auch Israel, das laut Berichten vor zehn Tagen noch nicht ganz bereit gewesen sei, potenzielle iranische Luftangriffe abzuwehren, zeigt sich nun als "auf eine breite Palette an Szenarien vorbereitet", wie es der Generalstabschef ausdrückte.

USS Lincoln als stärkstes Warnsignal

Der wohl größte Indikator ist allerdings die baldige Ankunft des Flugzeugträgers USS Lincoln und dessen Trägerkampfgruppe. Nicht nur der Flugzeugträger selbst, sondern auch seine Begleitschiffe erhöhen die US-Schlagkraft beträchtlich.

Sie verfügen über eine große Zahl von Raketen, die für Angriffe auf den Iran genutzt werden könnten. Diese Schiffe könnten außerdem zur Verteidigung von US-Zielen und denen ihrer Verbündeten im Fall eines Vergeltungsschlags eingesetzt werden.

Noch gibt es wenige Hinweise auf eine Verlegung strategischer Bomber auf den Luftwaffenstützpunkt "Diego Garcia", von dem aus massive Schläge auf den Iran möglich wären.

Allerdings war die Präsenz solcher Bomber im Juni vergangenen Jahres auch nur ein Ablenkungsmanöver für einen Schlag, der direkt aus den USA kam.

Insgesamt wäre es den USA jederzeit möglich, die Islamische Republik anzugreifen – abhängig von den gesetzten Zielen. Unterm Strich sind die Bewegungen der US-Streitkräfte noch nicht so intensiv wie vor dem Schlag im Sommer. Anhand der damals gezogenen Lehren muss das aber nicht viel heißen.

Im Iran gibt man sich entschlossen, einen Angriff abzuwehren. Gleichzeitig sollen Berichten zufolge chinesische Militärtransporter in den vergangenen Wochen im Iran gelandet sein, um das Land mit Radarsystemen auszustatten.

Ein Sturz des Regimes im Iran würde vor allem den Ölbedarf der Volksrepublik China erheblich erhöhen.

Trump selbst sagt zu alldem: "Wir werden sehen, was passiert. Ich würde es vorziehen, dass nichts passiert."

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