Ein Tornado der britischen Luftwaffe.

© APA/EPA/Cpl Andy Holmes/HANDOUT

Syrien-Konflikt
12/04/2015

US-Allianz griff Ölanlagen unter IS-Kontrolle an

26 Angriffe am Donnerstag, auch russische Luftwaffe flog weitere Angriffe. Schiffsverband unterwegs in den Persischen Golf.

Die von den USA geführte Allianz hat in Syrien mehrere Ölanlagen unter Kontrolle der radikal-islamischen IS-Miliz angegriffen. 26 Angriffe seien am Donnerstag geflogen worden, teilte das US-Militär am Freitag in Washington mit. Im Visier seien unter anderem ein Ölfeld in der Nähe von Abu Kamal und eine Öl- und Gasanlage bei Dair as Saur gewesen.

Auch andere Stellungen des sogenannten Islamischen Staates seien attackiert worden. Die russische Luftwaffe flog ebenfalls Angriffe auf die IS-Miliz. Knapp 1500 "terroristische Ziele" in Syrien seien von 26. November bis 4. Dezember angegriffen worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die insgesamt 431 Angriffe hätten IS-Stellungen in den Provinzen Aleppo, Idlib, Latakia, Hama, Homs, Rakka und Deir es-Sor gegolten.

Die US-geführte Allianz zerstörte nach Angaben des US-Militärs auch Stellungen des IS im Irak. Die Extremisten haben weite Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und über die Staatsgrenzen hinweg ein Kalifat ausgerufen.

Hollande besucht Flugzeugträger

Der französische Präsident Francois Hollande, der sich nach den dem IS zugeschriebenen Anschlägen von Paris um ein breites Bündnis gegen den IS bemüht, besuchte den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" vor der syrischen Küste. In einigen Tagen solle das Kriegsschiff verlegt werden und Führungsaufgaben für die Allianz im Kampf gegen die IS-Miliz übernehmen, sagte Hollande. Der Flugzeugträger soll in den kommenden Tagen durch den Suez-Kanal in der Persischen Golf fahren. Der Schiffsverband besteht mittlerweile aus Schiffen aus Frankreich, Belgien, Großbritannien und Deutschland.

Wenige Stunden nach der Verabschiedung des Mandats für den Syrien-Einsatz der Deutschen Bundeswehr ist die Fregatte "Augsburg" mit dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" im Mittelmeer unterwegs. Das Schiff sei nach dem Auslaufen aus dem Hafen der sizilianischen Stadt Augusta "am frühen Abend dem multinationalen Trägerverband unterstellt worden", sagte ein Armeesprecher am Freitag.

Türkische Soldaten bilden Iraker aus

Mehrere Hundert türkische Soldaten sind Sicherheitskreisen zufolge in die nordirakische Region Mossul verlegt worden, um dort irakische Truppen auszubilden. Die Mitgliedsstaaten der gegen die Islamisten-Miliz IS kämpfenden Koalition seien über den Schritt informiert, hieß es am Freitagabend in den türkischen Kreisen.

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