Politik | Ausland
06.08.2017

Syriens Armee eroberte letzte IS-Hochburg in Provinz Homs

Nach Angaben der Hisbollah-Miliz und der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gib es erhebliche Fortschritte in der Stadt Al-Sukhna.

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verliert im syrischen Bürgerkrieg offenbar weiter an Boden. Regierungstruppen und ihre Verbündeten eroberten am Samstag nach Angaben der der Opposition nahestehenden Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Al-Sukhna die letzte große Stadt in der östlichen Provinz Homs, die noch von den Extremisten gehalten worden war.

Die Stelle bezieht ihre Informationen über ein Netz von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Die Hisbollah-Miliz aus dem benachbarten Libanon, die an der Seite der Armee kämpft, sprach von erheblichen Fortschritten in der Stadt, die rund 50 Kilometer vor der Grenze zur Provinz Deir al-Zor liegt, die noch fast vollständig unter Kontrolle der IS-Extremisten ist.

Die Armee von Präsident Bashar al-Assad wird auch vom russischen Militär unterstützt. In anderen Gebieten drängen von den USA unterstützte Kurdeneinheiten und ihre Verbündeten die Islamisten zurück. Sie konzentrieren sich derzeit auf die Eroberung der IS-Hochburg Raqqa in Nordsyrien. Dort sind nach US-Angaben noch etwa 2.000 IS-Kämpfer eingeschlossen. Seit Beginn der Großoffensive Anfang Juni soll fast die Hälfte der Stadt erobert worden sein, die der "Islamische Staat" faktisch als Hauptstadt in Syrien auserkoren hatte.

So sieht es in Mossul aus

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Soldaten erreichen den Tiber in Mosul.

Die Überreste eines Gebäudes.

Die Überreste der Stadt. 2010 lebten hier noch 2,9 Millionen Menschen.

Die Ruine eines Gebäudes.

Die Überreste einer Straße

Die Überreste der Altstadt. Mossul hatte schon vor über 2800 Jahren menschliche Ansiedlungen.

Noch mehr Überreste.

Soldaten und ein Mädchen feiern die Befreiung.

Die fahrenden Bomben des IS

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Wie kommen diese Fahrzeuge, die einem Endzeit-Thriller wie "Mad Max" entsprungen sein könnten, in die irakische Metropole Mossul?

Nach monatelangen Kämpfen hat Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi Mossul am 10. Juli offiziell für befreit erklärt.

Aber noch tagelang tobte der Krieg in der ehemaligen IS-Hochburg. Mossul ist mehr Friedhof denn befreite Stadt.

Die Dschihadisten hinterließen nicht bloß Leichen und zerstörte Häuser, auch bizarre Metallungetüme befanden sich in Mossul.

Bei der Eroberung der Stadt haben irakische Sicherheitskräfte mehrere Werkstätten entdeckt, in denen die IS-Schergen zivile Autos für ihren Einsatz als todbringende Waffen umrüsteten.

23 dieser fahrenden Bomben hat die irakische Polizei auf einem Gelände außerhalb der Stadt aufgestellt.

Ein Fuhrpark des Todes sozusagen.

Mithilfe dieser gepanzerten Fahrzeuge verübte der IS unzählige Selbstmordattentate.

Dafür bauen die Terroristen stinknormale Straßenfahrzeuge um.

Sie werden mit kugelsicheren Stahlplatten versehen und bis oben hin mit Sprengstoff gefüllt.

In den Monaten vor der Eroberung Mossuls hat der IS auf diese perfide Weise weit mehr als hundert Anschläge in der Nähe von Armeeposten verübt.

Aufgrund der Panzerung konnten die Selbstmordattentäter viel schwerer daran gehindert werden, ihr Ziel lebend zu erreichen.

Die meisten dieser für Anschläge missbrauchten Autos sind Fahrzeuge der asiatischen Marken Toyota, Honda und Kia.

Wie der IS gerade an Fahrzeuge dieser Marken kam, ist Gegenstand von Untersuchungen.

Weitere Bilder von Metallmonstern in Mossul

Weitere Bilder von Metallmonstern in Mossul

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Weitere Bilder von Metallmonstern in Mossul

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