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Bundestagswahl
08/23/2013

Steinbrück veröffentlicht seine Stasi-Akte

Geheimdienst der DDR hatte den SPD-Kanzlerkandidaten als möglichen Spitzel eingestuft. Das Dokument ist auf seiner Website komplett abrufbar.

Zu DDR-Zeiten besuchte der jetzige SPD-Kanzlerkandidat häufiger Verwandte im Osten. Das dürfte aufgefallen sein: Peer Steinbrück war von 1980 bis 1989 bei verschiedenen Abteilungen der DDR-Staatssicherheit erfasst.

Einen Monat vor der Bundestagswahl hat Peer Steinbrück deshalb seine Stasi-Akte im Internet veröffentlicht. "Nicht nur Medienvertreter, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen die Dokumente einsehen und sich ein eigenes Urteil bilden können", schrieb Steinbrück am Donnerstag auf seiner Website. Die Akte enthalte aber keine brisanten Informationen.

Keine Kontaktaufnahme

"Ich habe jetzt lediglich erfahren, welche Person mich bei meinen Besuchen in der DDR bespitzelte", erklärte der SPD-Politiker. Dabei habe es sich um einen Inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi aus "meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld" gehandelt. Steinbrück betonte erneut, dass weder die Stasi, noch andere Geheimdienste je versucht hätten, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Steinbrück hatte nach einem Bericht der Welt am Sonntag angekündigt, die Akte zu veröffentlichen. Der Zeitung zufolge hatte die DDR-Staatssicherheit Steinbrück als sogenannten Vorlauf-IM erfasst. Als "Vorlauf" bezeichnete die Stasi den Angaben zufolge Personen, die aus verschiedenen Gründen als werbbar galten und angesprochen werden sollten.

Der KURIER begleitet Sie durch den deutschen Wahlkampf: Alle weiteren Berichte und Hintergründe finden Sie hier.

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