Virtual Republican National Convention in USA

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Politik Ausland
08/27/2020

Pence glaubt in Coronakrise "an ein Wunder"

"Amerika ist eine Nation der Wunder", sagte der Trump-Vize am Parteitag der Republikaner. Er sei zuversichtlich, dass die Corona-Krise bald überwunden ist.

US-Vizepräsident Mike Pence hat sich auf dem Parteitag der Republikaner zuversichtlich gezeigt, dass die Coronakrise bald überwunden werden kann. Der demokratische Herausforderer Joe Biden habe kürzlich gesagt, dass keine Wunder zu erwarten seien. "Aber Joe scheint nicht zu verstehen, dass Amerika eine Nation der Wunder ist", sagte Pence am Mittwoch in einer historischen Kaserne, Fort McHenry, bei Baltimore im US-Staat Maryland.

Bis Ende des Jahres werde es in den USA den weltweit ersten wirksamen Corona-Impfstoff geben, sagte Pence, der auch die Corona-Task-Force im Weißen Haus leitet. Zurzeit gebe es mehr als 800.000 Corona-Tests am Tag und eine zunehmende Zahl von Behandlungsmöglichkeiten für Covid-19-Patienten.

Mit Bezug auf das Motto des dritten Tages der Parteiversammlung vom "Land der Helden" würdigte Pence Ärzte, Krankenschwestern und alle anderen, die sich für die Bewältigung der Pandemie einsetzten. Zu Beginn seiner Ansprache sagte Pence, dass die im Sommer geplante Hochzeit seiner Tochter Audrey wegen der Corona-Situation habe verschoben werden müssen.

Biden "Trojanisches Pferd für die radikale Linke"

Scharfe Attacken richtete Pence gegen den Kandidaten der Demokraten: "Joe Biden wäre nichts anderes als ein Trojanisches Pferd für die radikale Linke." Biden trete für offene Grenzen und eine Gesundheitsversorgung für illegal eingewanderte Ausländer ein. Hingegen sorge Präsident Donald Trump für sichere Grenzen.

"Die harte Wahrheit ist: Sie werden in Joe Bidens Amerika nicht sicher sein", sagte der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) in seiner Parteitags-Ansprache. Trump dagegen stehe für "Recht und Ordnung".

Bei der Wahl am 3. November gehe es nicht so sehr um die Frage, ob die USA konservativer oder liberaler würden, sagte Pence in seiner Rede in der historischen Festung Fort McHenry in Baltimore. "Die Frage bei dieser Wahl ist, ob Amerika Amerika bleibt." Während Trump die Nation auf den Pfad von "Freiheit und Chancen" gesetzt habe, würden die USA unter Biden auf den "Pfad von Sozialismus und Niedergang" geraten.

Trump hat "großartigste Wirtschaft der Welt" erschaffen

So sei Trump der beste Kandidat, um die von der Corona-Pandemie hart getroffene US-Wirtschaft wieder aufzurichten, sagte Pence, der mit der Rede die Nominierung für eine erneute Vizepräsidentschafts-Kandidatur annahm. Der Präsident habe als "bewährter Anführer" schon die "großartigste Wirtschaft der Welt" erschaffen.

Pence ist ein erzkonservativer Politiker und evangelikaler Christ. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Indiana soll Trump wie bereits 2016 die Unterstützung der religiösen Rechten sichern, einer sehr wichtigen und gut organisierten Wählergruppe.

Der stets sehr nüchtern auftretende Pence spricht als Trumps Garant für konservative Werte allgemein die traditionell-konservative Wählerschaft an. Seit dem Frühjahr leitet er den Corona-Krisenstab des Weißen Hauses.

"Die Gewalt muss aufhören"

Entschieden wandte er sich gegen Gewalt bei den jüngsten Proteste in Minneapolis, Portland oder zuletzt in Kenosha. "Die Gewalt muss aufhören. Zu viele Helden sind gestorben für die Verteidigung unserer Freiheit, um nun zu sehen, wie Amerikaner gegeneinander losschlagen." In einem Amerika unter Joe Biden werde es keine Sicherheit geben, warf Pence dem Konkurrenten vor.

Auch Karen Pence, die Frau des Vizepräsidenten, trat am Mittwoch auf dem Parteitag auf. Sie erinnerte an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren und würdigte die Frauen von Militärangehörigen als "Heimatfrontheldinnen".

Nach der Ansprache seines Stellvertreters trat auch Trump selbst in der Festung vor Anhängern auf. Seine Nominierungsrede hält der Präsident dann am Donnerstagabend im Weißen Haus - ein Traditionsbruch, denn für gewöhnlich sind Wahlkampfveranstaltungen im Amtssitz des Präsidenten tabu. Die Nominierungsreden sind traditionell Höhepunkte eines jeden Präsidentschaftswahlkampfes in den USA.

Trump liegt in Umfragen für den 3. November hinter Ex-Vizepräsident Biden von der Demokratischen Partei. Der Präsident setzt auf Themen wie Wirtschaft und innere Sicherheit, um den Rückstand wettzumachen.

Fort McHenry war als Ort der Ansprache mit Bedacht gewählt. Die Festung war 1814 während des Britisch-Amerikanischen Kriegs von britischen Truppen bombardiert worden. Die Verteidigung von Fort McHenry inspirierte den Dichter Francis Scott Key zu einem Gedicht, das später zum Text der US-Nationalhymne "The Star-Spangled Banner" wurde. Die Festung ist heute ein Nationalmonument und steht für amerikanischen Patriotismus.

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