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Politik Ausland
08/24/2020

Die große Trump-Show will positive Stimmung vermitteln

Der heute beginnende Parteitag der Republikaner hat nur ein Thema und einen Hauptdarsteller: den Präsidenten.

von Konrad Kramar

Schlechte Umfragewerte, die Dauerkatastrophe im Umgang mit der Corona-Pandemie und zuletzt der einigermaßen gelungene Parteitag der Demokraten: Donald Trump ist seit Wochen  - und keine drei Monate vor der Präsidentschaftswahl Anfang November - chronisch in der Defensive. Der heute, Montag, beginnende Parteitag der Republikaner in Charlotte, North Carolina, bietet da die Chance wieder in die Gänge zu kommen. Das Motto der Veranstaltung, die natürlich Corona-bedingt zum Großteil online stattfindet, lautet daher: Trump Trump... und nochmals Trump.

Jeden Tag ein Auftritt

Für jeden Tag ist ein Auftritt des Präsidenten geplant, natürlich live und zur besten Sendezeit. Den Höhepunkt bildet dann die Rede am Donnerstag, bei der Trump die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten offiziell annehmen wird, die sogenannte "acceptance speech".

Rede aus dem Weißen Haus

Die wird Trump im Weißen Haus halten, was nicht nur bei den Demokraten, sondern auch bei vielen Kommentatoren in den US-Medien für Empörung gesorgt hat. Immerhin ist es das erste Mal, dass ein Präsident seinen Vorteil als Amtsinhaber so demonstrativ für seinen Wahlkampf benützt.

Zu erwarten ist also in den kommenden Tagen eine Trump-Show voller Eigenlob, brutaler Attacken auf die politischen Gegner und nationalistischer Töne.

Das wichtigste aber ist die Grundstimmung, die nicht nur Trumps Auftritte, sondern der ganze Parteitag vermitteln sollen: Optimismus.

Trumps Berater sprechen davon, der Präsident wolle eine "aufmunternde Botschaft" ins Land senden. Anders als Joe Biden und seine Demokraten bei ihrem Parteitag werde Trump eine positive Vision für das Land aufzeigen.

Familie vor Partei

Nach US-Medienberichten soll am Dienstag (Ortszeit) First Lady Melania Trump vom Rosengarten des Weißen Hauses aus als Hauptrednerin sprechen. Am Mittwoch steht den Berichten zufolge ein Auftritt von Vizepräsident Mike Pence im historischen Fort McHenry nahe Baltimore auf dem Programm. Auch mehrere von Trumps erwachsenen Kindern sowie andere prominente Republikaner wie die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, sollen für Trump werben. Prominente Figuren der Republikaner wie Ex-Präsident George W. Bush oder der Senator und Trump-Kritiker Mitt Romney werden dagegen nicht zu Wort kommen.

"Erhebend und positiv"

Der US-Präsident sagte dem Sender Fox News in einem Interview kurz vor dem Parteitag: „Ich denke, wir werden etwas sehen, das sehr erhebend und positiv sein wird.“ Die viertägige Veranstaltung der Demokraten sei dagegen „düster“ gewesen. Er werde sich gegen „einige der Lügen“ verteidigen, die dort über ihn geäußert worden seien. Nach der Nominierung Bidens hatte Trump versucht, seine Anhänger mit Schreckensszenarien für den Fall eines Wahlsiegs der Demokraten im November zu mobilisieren. „Nur ich stehe zwischen dem amerikanischen Traum und totaler Anarchie und Chaos“, sagte er am Freitag.

 

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