Irakische Sicherheitskräfte

© REUTERS/STRINGER

Irak
10/27/2016

USA sprechen von 900 getöteten IS-Kämpfern in Mossul

Hilfsorganisationen und die UNO sorgen sich um das Schicksal der etwa 1,5 Millionen Einwohner seit Beginn der Offensive in Mossul.

Seit Beginn der Großoffensive zur Befreiung der irakischen Großstadt Mossul von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sind nach US-Militärangaben bis zu 900 IS-Kämpfer getötet worden. "Bei den Operationen seit eineinhalb Wochen im Zusammenhang mit Mossul haben sie nach unseren Schätzungen rund 800 bis 900 IS-Kämpfer getötet", sagte der Oberbefehlshaber des US-Central Kommandos, Joseph Votel im Hinblick auf die an der Offensive beteiligten irakischen und kurdischen Streitkräfte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Großoffensive seit Mitte Oktober

Die Großoffensive zur Rückeroberung von Mossul hatte am 17. Oktober begonnen. An der Seite der irakischen Armee kämpfen kurdische Peschmerga-Einheiten und schiitische Milizen. Die US-geführte Anti-IS-Koalition unterstützt sie durch Luftangriffe. Hilfsorganisationen und die UNO sorgen sich um das Schicksal der etwa 1,5 Millionen Einwohner von Mossul. Sie erwarten, dass im Zuge der Kämpfe eine Million Menschen flüchten könnte. Derzeit errichten die Hilfsorganisationen unter Hochdruck Flüchtlingslager.

Fast 12.000 Vertriebene im Norden seit Beginn der Offensive

Seit Beginn der Offensive sind nach Angaben der Regierung fast 12.000 Menschen aus der Region geflohen. Sie seien in mehreren Lagern in Umland von Mossul eingetroffen, erklärte das irakische Ministerium für Migration und Flüchtlinge am Donnerstag.

Der Landesdirektor für den Irak der Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC), Wolfgang Gressmann, erklärte, die geflohenen Menschen hätten Verzweiflung und Angst erleben müssen. "Familien müssen sich entscheiden, ob sie das Risiko eingehen wollen, im Kreuzfeuer gefangen zu sein, von Scharfschützen auf der Flucht erschossen oder in ihren Häusern angegriffen zu werden", sagte er. Gressmann warnte, die Zahl der Vertriebenen könnte in den nächsten Wochen auf mehr als 200.000 steigen. Das Flüchtlingshochkommissariat UNHCR rechnet mit bis zu einer Million Menschen, die durch die Offensive vertrieben werden könnten.
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