Markus Söder: Krisenmanager und vielleicht mal Kanzler?

Markus Söder: Krisenmanager und vielleicht mal Kanzler?
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zog in der Corona-Krise an allen vorbei – mit Maßnahmen und in Umfragen. Wo will er hin?

Die Welt wird nach der Krise eine andere sein, kaum eine Ansprache kommt ohne diesen Satz aus. Für Markus Söder hat sich die Welt bereits verändert: Beim Parteitag, der an diesem Freitag online stattfindet, wird er nicht auf großer Bühne stehen.

Den Applaus hätte er vermutlich genossen: Umfragewerte von 94 Prozent, Spitzenreiter im Kanzlerkandidatenranking, obwohl er nicht kandidieren will. Ja, der Mann, der 2018 am Sessel von Kanzlerin Angela Merkel rüttelte, saß zuletzt friedlich an ihrer Seite und erklärte den Menschen die Schritte zur Eindämmung des Virus. Für Bayern waren sie immer etwas strenger. „Mr. Lockdown“ wurde Söder genannt, der dem Verdacht ausgesetzt war, sich als Merkel-Nachfolger zu profilieren. Auch weil er gegen einen stichelte, der es werden will: Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, der einen lockeren Kurs vertritt und früh für Öffnungen plädierte.

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