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Politik Ausland
02/23/2021

Haftbefehl gegen rechtsextremen Ex-Starkoch

Gegen den ehemals veganen Starkoch Attila Hildmann, der zum rechten Corona-Leugner mutierte, soll ein Haftbefehl erlassen worden sein.

von Konrad Kramar

Seine vegane Snackbar in der Charlottenburger Schillerstra├če im Westen Berlins hatte einst Kultcharakter. Doch inzwischen ist das Lokal verwaist und auch die noble Villa von Attila Hildmann im Nobelvorort Wandlitz scheint unbewohnt. Der ehemalige Starkoch ist offensichtlich untergetaucht, weil die Staatsanwaltschaft  Berlin einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. Zumindest berichten das ├╝blicherweise bestens informierte Polizeireporter deutscher Medien wie etwa der "Berliner Zeitung". 

Hildmann heizt Ger├╝chtek├╝che an

Auch Hildmann selbst heizte die Ger├╝chtek├╝che an, indem er in diversen Nachrichten auf seinem Telegram-Kanal von einem ÔÇ×offenen HaftbefehlÔÇť gegen ihn sprach. Der ehemalige Starkoch rief seine Fans und Follower auch zu einer Kundgebung f├╝r ihn und gegen die Polizei auf. was aber gerade mal eine Handvoll tats├Ąchlich auf die Stra├če gehen lie├č.

Abstruse Verschw├Ârungstheorien

Der fr├╝here Star der Berliner Szene hat sich in der letzten Zeit nur noch als Corona-Leugner mit Hang zu abstrusen Verschw├Ârungstheorien, Antisemit und Rechtsextremist hervorgetan. Schon seit dem Vorjahr wird gegen ihn  wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Bedrohung ermittelt. Offenbar wurde der Haftbefehl ausgestellt, weil bei Hildmann nach Ansicht der Staatsanw├Ąlte akute Fluchtgefahr besteht. Er selbst bezeichnet sich als "ultarechts" und trat in den vergangenen Monaten wiederholt auf Kundgebungen gegen die Corona-Ma├čnahmen auf, wo durch besonders w├╝ste hetzerische Theorien auffiel.

Hausdurchsuchung

Schon im Vorjahr f├╝hrten die Ermittler eine Hausdurchsuchung bei Hildmann durch.  Dabei wurden Speichermedien wie Festplatten und mehrere Handys pr├Ąventiv sichergestellt, um weitere Straftaten zu verhindern. Per Gerichtsbeschluss bekam die Berliner Staatsanwaltschaft dann die Erlaubnis, mehrere Laptops, Handys, Speicherkarten und USB-Sticks auszuwerten. 

Politiker bedroht

Hildmann teilte bis zuletzt auf seinem Kanal im Sozialen Netzwerk Telegram regelm├Ą├čig Hetzpredigten und Verschw├Ârungstheorien. Dort pr├Ąsentierte er sich auch als Anh├Ąnger rechtsextremer politischer Gruppierungen und Parteien und attackierte, oder bedrohte linke Politike, etwa von den Gr├╝nen.

 

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