„Hättet uns nicht wütend machen sollen“: Polen im Ausnahmezustand

„Hättet uns nicht wütend machen sollen“: Polen im Ausnahmezustand
Die Proteste gegen das de facto totale Abtreibungsverbot weiten sich auf die Provinz aus. Es kommt zu Gewalt und Vandalenakten.

Motorradlärm, Trillerpfeifen und ein lautes „F... die PiS“ (die Regierungspartei) dominieren die Warschauer Innenstadt bei der Metrostation „Heiligenkreuz“. Auf Schildern von Demonstrantinnen steht „Mein Körper, mein Recht“ oder „Ihr hättet uns nicht wütend machen sollen“.

Am Mittwoch rief die Organisation „Allgemeinpolnischer Streik der Frauen“ dazu auf, die Arbeit niederzulegen, um gegen das faktisch totale Abtreibungsverbot zu demonstrieren. „Wir protestieren, bis die Regierung die Entscheidung zurücknimmt“, sagt Kasia, eine junge Übersetzerin, die mit zwei Freundinnen gekommen ist.

Tausende demonstrieren

Seit dem Richterspruch befindet sich Polen im Ausnahmezustand, täglich demonstrieren Tausende in den großen Städten. Mittlerweile trauen sich auch die Frauen in der Provinz auf die Straße – ein Novum.

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