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Politik Ausland

Habeck: In diesem Jahr keine Rezession in Deutschland

Wirtschaftliche Lage in Deutschland laut Bericht des Vizekanzlers besser als erwartet - Regierung rechnet mit Wachstum von 0,2 Prozent.

01/25/2023, 09:25 AM

Deutschland dĂŒrfte heuer nicht wie befĂŒrchtet in eine Rezession rutschen - die deutsche Regierung will ihre Konjunkturprognose leicht anheben. Sie rechnet fĂŒr 2023 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent, wie im Voraus in Regierungskreisen bestĂ€tigt wurde. Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) stellt am Mittwoch in Berlin den Jahreswirtschaftsbericht vor.

Mitte Oktober hatte die deutsche Regierung vor allem wegen der Energiepreiskrise ihre Konjunkturprognose noch deutlich gesenkt. Damals erwartete sie, dass die Wirtschaft 2023 um 0,4 Prozent schrumpft.

Bereits Mitte Dezember hatte es allerdings aus Kreisen des deutschen Wirtschaftsministeriums geheißen, die wirtschaftliche Entwicklung werde besser ausfallen. Daran hĂ€tten die Entlastungspakete der Regierung sowie der milliardenschwere "Abwehrschirm" und die dazugehörigen Gas- und Strompreisbremsen einen wesentlichen Anteil.

Schon 2022 besser als befĂŒrchtet worden war

Im vergangenen Jahr wuchs Europas grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft nach vorlĂ€ufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts um 1,9 Prozent. DĂŒstere Prognosen angesichts von Ukraine-Krieg, Rekordinflation und Energiepreisschock erfĂŒllten sich nicht. FĂŒr 2023 hatten viele Institute vorhergesagt, dass die Wirtschaftsleistung schrumpft.

Als eine zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung sieht die deutsche Regierung die zunehmende Knappheit an Arbeits- und FachkrĂ€ften. Die wachsende Personalnot in elementaren Bereichen wie Gesundheit, Pflege oder Bildung habe bereits heute weitreichende Folgen fĂŒr die aktuelle und kĂŒnftige LebensqualitĂ€t der Menschen in Deutschland, hieß es in einem Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts.

Ein Mangel an ArbeitskrĂ€ften erschwere außerdem die Umsetzung von Zukunftsinvestitionen, auch im Bereich des Klimaschutzes. Die Bundesregierung will gegensteuern und unter anderem die Zuwanderung auslĂ€ndischer FachkrĂ€fte erleichtern.

WirtschaftsverbÀnde sehen die globale WettbewerbsfÀhigkeit deutscher Firmen zunehmend gefÀhrdet, wie sie zuletzt deutlich gemacht hatten, Sie verwiesen auf eine im internationalen Vergleich hohe Steuerlast sowie hohe Energiepreise.

Um Investitionen in den Klimaschutz und Digitalisierung zu fördern, bereitet die Bundesregierung die EinfĂŒhrung einer InvestitionsprĂ€mie vor, wie es in dem Entwurf heißt. Habeck hatte gesagt, 2023 stehe im Zeichen der Industriepolitik. Ziel sei es, die Standortsicherheit auszubauen und den grundlegenden Wandel hin zu einer klimaneutralen und digitalen Wirtschaft voranzutreiben.

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