Biden in Polen: Ein Signal an die ganze Welt

Biden in Polen: Ein Signal an die ganze Welt
Der Besuch des US-Präsidenten an der "Ostflanke" der NATO sollte nicht nur die Einigkeit des Westens nach innen und gegenüber dem Kreml symbolisieren, sondern auch das angekratzte Image daheim in den USA aufpolieren.

aus Warschau von Jens Mattern

Ein Signal der Stärke und der Einigkeit wollte der amerikanische Präsident in Polen, an der "Ostflanke der NATO", setzen: Die NATO-Beistandsverpflichtung nannte er eine "heilige Verpflichtung", der Westen solle verstehen, dass die USA ihre Sicherheitspflichten ernst nehmen.

Doch der Auftritt des 79-Jährigen war mehr als das: Er galt gleichzeitig als innenpolitische Imagekorrektur. Umfragen zufolge sind derzeit 56 Prozent der US-Bürger der Meinung, Biden sei seit der russischen Invasion "nicht forsch genug" gegenüber Moskau aufgetreten.

Deswegen besuchte Biden am Freitag im ostpolnischen Rzeszow die dort stationierten US-Truppen, lobte den Heldenmut der 82. Airbone Division, sprach vom "Wendepunkt der Geschichte" und aß mit den Soldaten in kumpelhafter Manie Pizza aus Pappkartons.

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