So verläuft der Hightech-Wiederaufbau von Notre Dame

So verläuft der Hightech-Wiederaufbau von Notre Dame
Exakt vor drei Jahren ging das Pariser Wahrzeichen in Flammen auf. Ehrgeizigiges Ziel von Präsident Macron: 2024 soll es in neuem Glanz erstrahlen.

Aus Paris Simone Weiler

Wie das Entsetzen beschreiben, das Gaël Hamon empfand, als er die Flammen über Notre-Dame lodern sah? Als Rauch zwischen den Zwillingstürmen der Kathedrale und aus dem Dach aufstieg und sich der Himmel rosarot färbte. Irgendwann stürzte der hölzerne Vierungsturm, den der Architekt Eugène Viollet-le-Duc im 19. Jahrhundert hinzugefügt hatte, in die Tiefe und in Hamon, dem gelernten Steinmetz, stieg eine gewaltige Wut auf: „850 Jahre lang ist es gelungen, Notre-Dame zu erhalten. Und ausgerechnet meine Generation hat es zu verantworten, dass die Kathedrale brannte.“

Am schwerwiegendsten war die Zerstörung des „Waldes“ – so wurde der komplett verbrannte Dachstuhl aus 1.300 Eichenstämmen genannt, die teils aus dem zwölften Jahrhundert stammten. Ein historischer Kulturerbe-Schatz, für immer verloren. Für die Messen an den Osterfeiertagen, die bis dahin in der majestätischen Kathedrale stattfanden, muss die Diözese auch dieses Jahr wieder in die Kirche Saint-Sulpice ausweichen.

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