Der Druck wächst: Putin hat sich in "heikle Lage" manövriert

Der Druck wächst: Putin hat sich in "heikle Lage" manövriert
Der Kremlherrscher lässt sich von seinen eigenen Hardlinern treiben – und hat sich damit selbst in eine Sackgasse befördert.

War das wirklich der Befreiungsschlag, den er brauchte? Am Dienstag heulten in der gesamten Ukraine abermals die Sirenen, wieder schlugen russische Raketen in Städten ein, beschädigten Teile der kritischen Infrastruktur, wie etwa das Kohlekraftwerk Ladyschyn oder ein Heizkraftwerk südwestlich von Kiew. 20 Raketen waren es insgesamt, dazu iranische Kamikazedrohnen, die seit einigen Wochen in der Ukraine im Einsatz sind.

Das war nicht nur die „Rache“ des Kreml für die Sprengung der Brücke von Kertsch zur Halbinsel Krim, dem 3,75 Milliarden Euro teuren Prestigeprojekt, mit dem Putin seinen Griff nach der Ukraine in Beton gießen wollte. Es war ein schon lange geplanter Vergeltungsschlag – und ein innenpolitischer Schachzug Putins, der seit dem Rückzug seiner Soldaten im Süden und Osten so sehr unter Zugzwang steht wie seit Langem nicht. Er stehe massiv „unter dem Druck jener, die einen Sieg erzwingen wollen“, analysiert Kremlbeobachterin Tatjana Stanowaja.

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