© REUTERS/Hannibal Hanschke

Politik Ausland
02/18/2020

CDU-Vorsitz: Norbert Röttgen steigt ins Rennen ein

Der prominente Außenpolitiker möchte Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer werden. Kanzlerin Merkel hat ihn einst entlassen.

Der frühere deutsche Umweltminister und heutige Außenpolitiker Norbert Röttgen hat seine Kandidatur für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer angemeldet. Das bestätigte Röttgen, der wie die voraussichtlichen anderen Bewerber Friedrich Merz, Armin Laschet und Jens Spahn aus Nordrhein-Westfalen stammt, der Deutschen Presse-Agentur.

Er sei der festen Überzeugung, dass es um weit mehr gehe als den Parteivorsitz und schon gar nicht um die Interessen Einzelner, hatte Röttgen zuvor laut Rheinischer Post an Kramp-Karrenbauer geschrieben. „Die Lage ist so ernst, dass es um die Zukunft der CDU geht und darum, was sie für die Stabilität Deutschlands bedeutet.“ 

Der 54-Jährige war von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister und setzte sich 2010 in einer Mitgliederbefragung um den NRW-Landesvorsitz gegen Armin Laschet durch.

Dann trat er als CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2012 an und verlor gegen SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Merkel warf ihn aus ihrem Kabinett, als er sich weigerte, als Oppositionsführer ins Land zu wechseln. Als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages konnte er sich danach international neu profilieren.

Röttgen kritisierte indirekt die aktuelle Parteiführung und die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er sagte, die CDU müsse „klimapolitische Glaubwürdigkeit“ gewinnen und frühzeitiger auf absehbare Krisen reagieren, wie aktuell die Vertreibung von fast einer Million Syrer in der Provinz Idlib. „Das ist ein akutes Geschehen, über das wir kaum sprechen“, sagte er. Zwischen Ost- und Westdeutschen wolle er, sollte er CDU-Vorsitzender werden, einen Dialog auf Augenhöhe über das Funktionieren der Demokratie in Gang bringen. 

Noch-Chefin trifft Merz

Kramp-Karrenbauer führt heute übrigens das erste Gespräch mit einem potenziellen Kandidaten für ihre Nachfolge: Sie trifft Friedrich Merz. Am Mittwoch wird sie vermutlich mit Laschet und Spahn zu getrennten Gesprächen zusammenkommen.

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