Die kleinste Drohne der Welt

epa03566360 An undated handout photograph from the British Ministry of Defence (MoD) released on 03 February 2013 shows Sergeant Scott Weaver, of The Queens Royal Lancers, launching a Black Hornet, Nano UAV from a compound in Afghanistan during Operation QALB. British troops in Lashkar Gah, Afghanistan, are the first to use state of the art handheld nano surveillance helicopters, the MoD has announced. Operation QALB is a joint International Security Assistance Force (ISAF) and Afghan National Security Forces (ANSF) operation, its aim is the find enemy caches and disturb Insurgent supply chains. EPA/SGT RUPERT FRERE RLC / MOD / HANDOUT MANDATORY CREDIT: CROWN COPYRIGHT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Die britische Armee vertraut im Afghanistan-Einsatz neuerdings auf einen winzigen Gehilfen.

16 Gramm leicht und nicht länger als ein Kugelschreiber: Britische Soldaten in Afghanistan vertrauen im Kampf gegen Taliban-Aufständische seit neuestem auf eine Miniatur-Drohne. Der winzige Helikopter mit dem Namen "Black Hornet" soll der Armee dabei helfen, feindliche Stellungen aus sicherer Entfernung auszuspähen. An Bord des Geräts ist eine bewegliche Kamera, die hochauflösende Video- und Standbilder an die Einsatzzentrale schicken kann.

Entwickelt wurde die spielzeugähnliche Drohne von der norwegischen Firma Prox Dynamics AS. Die britische Armee kaufte im vergangenen Jahr gleich 160 Stück des als "PD-100" vermarkteten Geräts - Kostenpunkt: 20 Mio. britische Pfund (ca. 23 Mio. Euro). Britische Militärs äußern sich gegenüber der Nachrichtenagentur AP sehr zufrieden mit ihrem neuen Gehilfen. "Wir setzen die Drohne ein, um Stellungen der Rebellen und exponierte Gebiete zu erkunden. Sie ist einfach zu bedienen und bietet den Jungs da draußen erstaunliche Möglichkeiten", sagt Christopher Petherbridge von der britischen Aufklärungsbrigade.

Über die technischen Details der "Black Hornet" hält sich der Hersteller bedeckt, sie soll aber auch bei stärkerem Wind einsatzfähig sein. Und sollte die beinahe geräuschlose Mini-Drohne doch einmal in feindlichen Händen landen, gebe es Sicherheitsmechanismen, die eine unbefugte Benutzung behindern sollen, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

Testflug der PD-100

Hintergrund

Drohnen sind unbemannte Fluggeräte. Sie werden aus großer Entfernung gesteuert und können einen Tag oder länger in der Luft bleiben. Die Fluggeräte sind mit modernster Elektronik ausgestattet und haben ein breites militärisches Einsatzspektrum. Es reicht von der Überwachung von Konfliktgebieten über die taktische Aufklärung bis zur Erfassung und Zerstörung gegnerischer Ziele. Die USA setzen ihre Kampfdrohnen unter anderem in Pakistan und Afghanistan, dem Irak, in Somalia und im Jemen ein.

Kommentare