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Mein Sonntag

„Sie alte Petze!“

Wie die Menschen reagieren, wenn Sie auf falsches Verhalten aufmerksam gemacht werden.

von Katharina Salzer

11/12/2022, 06:00 PM

„Tschuldigen Sie ...“ Tschick – achtlos weggeworfen; Hundekot – nicht weggeräumt; Motoren – nicht abgestellt, obwohl das Auto nicht gebraucht wird: Soll man die Menschen auf das Verhalten ansprechen oder nicht? Das war die Frage der Kolumne von vergangener Woche. Die beschäftigte auch Sie. Dutzende eMails flatterten ins Postfach. Mit vielen Erfahrungen, auch vielen schlechten.

„Was soll das?“ Schauplatz Supermarkt. Ein Herr öffnete das Fach fürs frische Gebäck, berichtet Leserin B.. Ein Semmerl fiel auf den Boden. Der Mann nahm es und gab es wieder ins Fach. Leserin B. spricht Dinge an und sagte: „He, Sie tun das Semmerl wieder dort hinein; was soll das?“ Der Herr reagierte – und meinte: „Sie alte Petze.“

„Reiß dich mal zusammen!“ Nächste Szene in den Öffis. Leser D. schreibt, die "Krönung" seiner Erlebnisse war in der S-Bahn, als ein B’soffener beim Hinausbeordern mittels Zugführer die Zugbegleiterin mit einem F-Wort belegte. D. sagte im Vorbeigehen: „Reiß dich mal zusammen!“ Da rastete der Alkoholisierte voll aus: „Eh du Scheiß-Deutscher, komm raus!“ Was er bei jedem Öffnen der Tür wiederholte. So hatte die S-Bahn wegen des Randalierers fünf Minuten Verspätung und „wegen mir weitere drei Minuten“, fasst D. zusammen.

„Ach, lieber Herr.“ Nächste Örtlichkeit: der Gehsteig, wenn Hundebesitzer die Hauferl ihrer Tiere nicht wegräumen. Leserin H. schreibt. „Jaaaaa, ich kenn das mit den Hunden. Aber wenn man ganz unschuldig und sehr freundlich zu so einem Herrn (es sind fast nie Frauen) sagt: ‚Ach, lieber Herr, haben Sie das Sackerl vergessen? Ich hab auch so einen schönen Pitbull-Terrier daheim – und immer ganz viele Sackerl eingesteckt, wollen’S eines?’ Ich sag Ihnen, DAS wirkt immer!!!“ H. hat übrigens einen anderen Hund daheim. Aber das macht ja nichts.

„Der große Wettbewerb.“ Letzte Szene: die Straße. Leser G. wird aktiv, wenn Menschen den Automotor laufen lassen. Er verteilt Nachdenkzettel. Viele Männer fühlten sich auf den Schlips getreten, schreibt H.. Falls der Fahrer „kein grobschlächtiger Hüne ist“, riskiert er eine Diskussion, indem er fragt: „Aha, machen Sie auch mit bei dem großen Wettbewerb? Und wenn gefragt wird, bei welchem Wettbewerb? Dann sage ich: Na ja, wie lange läuft ein Motor am Stand, bis der Tank leer ist.“ Dann allerdings zieht er sich meistens umgehend zurück.

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