"Kriminalität würde sinken, wenn man mehr Möglichkeiten zum Arbeiten hätte"

Es herrscht Uneinigkeit bei der Arbeitserlaubnis für Asylwerber.
Seit über zehn Jahren lebt Mohammad B. in Österreich. Acht davon verbrachte er im Asylverfahren.

Im Jahr 2011 flüchtete der gebürtige Afghane Mohammad B. nach Österreich. Krieg, die Taliban und fehlende Zukunftsaussichten, waren bei ihm, wie bei vielen anderen jungen Afghanen auch, Grund, die Heimat zu verlassen. „Eigentlich will niemand weg von der eigenen Heimat. Aber viele von uns sind schon im Krieg geboren. Ich konnte deswegen nie eine Schule besuchen. Man hat kaum andere Aussichten, als irgendwann getötet zu werden“, erzählt er.

Seither lebt Mohammad B. in Wien. Er hat hier viele Freunde, eine österreichische Familie, die im Jahr 2013 aufgenommen, spricht einwandfrei Deutsch und hat einen Job als Lieferant bei einem Liefer-Service. Immer wieder betont er, wie sehr er diese Stadt liebt und was für ein Glück er hat, hier zu wohnen. „Ich sehe meine Zukunft in Wien“, sagt der gebürtige Afghane.

Fast abgeschoben

Bis Mohammed B. in Österreich auf eigenen Beinen stehen konnte, war es aber ein langer Weg. Acht Jahre dauerte es, bis sein Asylverfahren beendet wurde. Mehrere negative Asylbescheide, zweimal Schubhaft und androhende Abschiebungen nach Kabul durchlief der 27-Jährige. „Das erste Mal hätte ich 2013 abgeschoben werden sollen. Da wurde aber nicht nach Afghanistan abgeschoben. Daher wurde ich geduldet“, erzählt er.

Kommentare