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Lifestyle wohnen
11/11/2019

Flechtwerk für den Garten

Futterspender für gefiederte Gäste aus Weidenruten: Wie das geht, verrät das Buch „Vogel-Futterplätze“. Wir zeigen zwei Beispiele.

von Ulla Grünbacher

Wenn die Temperaturen unter Null sinken und der Boden friert, sind Meisen, Finken, Kleiber und Amseln wieder auf die Hilfe von Menschen angewiesen, da sie in der Natur nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Jonathan Ridgeon zeigt im Buch „Vogel-Futterplätze einfach aus Weide flechten“, wie das geht, und stellt zehn verschiedene Futterstellen vor. Verwendet werden Weidenruten , die Technik ist dieselbe wie beim Korbflechten. Weiden kann man in Bündeln kaufen, der Autor bevorzugt die Mandelweide „Black Maul“ (Salix triandra L.). Frisch geschnittene Weide kann sofort verarbeitet werden, trockene Ruten müssen zuvor ins Wasser gestellt werden. Zur Bearbeitung benötigt man eine Gartenschere und einen Korbmacher-Pfriem, es kann aber auch eine dicke Stricknadel verwendet werden.

Projekt 1

- Für das Futterkörbchen in Tropfenform (Bild) wird aus Weidenstöcken (Staken) ein Kreuz gebildet. Dabei bei einem der Stöcke mittig einen Schlitz machen und den anderen durchstecken. Jeweils zwei weitere Stöcke verstärken das Kreuz und um dieses wird eine dünnere Rute geflochten, als würde man weben.

- Nach einigen Reihen wölbt sich das Geflecht und es kann nach oben weiter geflochten werden. Nun können die Ruten zusammengebunden werden, an dieser Stelle endet das Körbchen. Für das Einflugloch wird ein Teil ausgespart, das gelingt, indem man nur bis zum Einflugloch arbeitet und dann wendet. Wenn die Lücke groß genug ist, wird wieder in Reihen geflochten. Zum Ende hin werden diese immer schmäler,  am Schluss werden die Staken mit einer Rute umwickeln und eine Schlaufe zum Aufhängen gebildet.

Projekt 2

- Wesentlich einfacher ist der Futterbecher zu fertigen. Für ihn benötigt man zehn 120 cm lange Ruten als Staken, die das Grundgerüst bilden. Diese werden am dünnen Ende zusammengebunden. Knapp über dem zusammengebundenen Ende wird begonnen, die Technik ist dieselbe wie beim Futterkörbchen.

- Die Staken werden nach ein paar Runden nach außen gebogen, damit das Flechtwerk die Kegelform annimmt. Nun werden fünf weitere Staken eingefügt. Am Ende den Rand flechten und die Staken nach unten biegen und hinter den nächsten stecken. Nun Überstehendes abschneiden. Das naturnahe Aussehen der Futterhäuschen lockt viele gefiederte Gäste an.

Buchtipp

Im Buch „Vogel-Futterplätze einfach aus Weide flechten“ von Jonathan Ridgeon werden zehn Futterstellen mit Schritt für Schritt Anleitungen vorgestellt. Erschienen  im Ökobuch-Verlag, € 13,95.-