Diese Limonade bewarb Hersteller Zipfer kürzlich mit einem Spruch im Internet.

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Leben
06/11/2019

Zipfer vergleicht Hopfengetränk mit Frauen: Kritik im Netz

Wie die oberösterreichische Brauerei ihre Hopfenlimonade auf Instagram bewirbt, stößt vielen Userinnen und Usern sauer auf.

Die Temperaturen lassen keinen Zweifel aufkommen: Der Sommer ist da. Für die Brauerei Zipfer der ideale Zeitpunkt, ihr alkoholfreies Erfrischungsgetränk "Zipfer Hops" zu bewerben.

"Nicht so süß wie deine Freundin"

Eine Online-Werbeaktion für die Hopfenlimonade ging nun jedoch daneben. Am Wochenende teilte das Unternehmen einen (mittlerweile gelöschten) Spruch auf Instagram. Dieser lautete: "Nicht so süß wie deine Freundin, weniger bitter als deine Schwiegermutter." Dabei bezog man sich offenbar auf den zitronig-hopfigen Geschmack des Produktes.

"Jungs, Männer, Wikinger: Gebt es zu. DAS ist es, was ihr eigentlich alle wollt – nicht zu süß, aber auch nicht wirklich bitter. Schön hopfig, aber gern mal ohne Promille. Gibts! Go for it." – heißt es im Posting zum Spruchbild außerdem.

Auf der Fotobloggingplattform sorgte die Veröffentlichung des Beitrages für Ärger: Die Werbeaktion sei sexistisch und ziele auf veraltete Rollenbilder ab, so der Tenor. "Schade, dass immer noch nicht alle im 21. Jahrhundert angekommen sind", schrieb eine Userin. "Wie wäre es mal mit Werbung ohne Sexismus? Oder ist das zu viel für die #männerfantasie?", postete eine andere Nutzerin.

Boykottaufrufe

Einige Userinnen und User riefen gar zum Boykott der Marke auf: "Ab sofort boykottiere ich alles was von euch ist (…) unterste Schublade", kündigte eine Nutzerin an. "Hab HOPS gerne getrunken, aber das hört jetzt auf. Muss wohl von jemandem getextet worden sein, die/der noch ganz tief vergraben ist in einem System, das es lustig findet, bescheuerte Scherze auf Kosten von Frauen zu machen", heißt es außerdem unter dem Posting auf Instagram.

Zipfer, beziehungsweise die für die Pressearbeit verantwortliche Brau Union Österreich, war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

"Da ist was schief gelaufen"

Auf Social Media reagierte man Donnerstagnachmittag auf die Kritik. "Ui! Da ist was schief gelaufen ... Wir fanden den Spruch lustig – aber ihr habt natürlich recht: Unsere Zeilen kann man auch anders verstehen", heißt es dort. Und weiter: "Der Sexismus-Vorwurf trifft uns hart, deshalb möchten wir uns hierfür bei euch entschuldigen! Es war nicht unsere Absicht, damit irgendjemanden zu kränken!"

**Der Artikel wurde am Donnerstag, 11. Juni 2019, um 19:00 mit der Reaktion von Zipfer auf Instagram ergänzt.**