Leben
16.07.2018

Wimbledon: Serena Williams rührt Kate und Meghan fast zu Tränen

Williams musste sich am Samstag Angelique Kerber geschlagen geben. Im Interview zollte sie Müttern Respekt - und rührte das Publikum.

"An alle Mütter da draußen: Ich habe heute für euch gespielt", sagte Serena Williams sichtlich bewegt nach dem Match gegen Kontrahentin Angelique Kerber, der sie am Samstag im Wimbledon-Finale in zwei Sätzen unterlag.

Als Williams den Platz verließ, machte sie bei einem Reporter Stopp, der sie zu ihrer Niederlage befragte. Er beglückwünschte Williams zu einem "großartigen Turnier" und betonte, dass sie seit der Geburt ihrer Tochter im vergangenen Jahr bereits wieder mit den weltbesten Spielerinnen mithalten könne. Williams bestätigte, dass das Turnier auch für sie "erstaunlich" gewesen sei. Sie sei "glücklich, so weit gekommen zu sein", sagte die 23-fache Grand-Slam-Siegerin.

Sichtlich gerührt und unter wegbrechender Stimme erklärte sie dem Publikum, dass sie sich auf künftige Wettbewerbe freue und dies erst der Anfang ihres Comebacks sei. Nachdem die Zuschauer sie mit stehenden Ovationen und Applaus würdigten, fügte die Tennisspielerin hinzu: "An alle Mütter da draußen: Ich habe heute für euch gespielt und ich habe es versucht."

Auf dem offiziellen Twitter-Account der Wimbledon Championships teilte man einen Mitschnitt des Videos und schrieb dazu: "Anmut, Selbstsicherheit und Emotion. Ein Zweitplatzierten-Interview von einer wahren Meisterin."

Feuchte Augen bei Kate und Meghan

Williams Worte ließen auch Meghan Markle und Kate Middleton - beide saßen beim Finale im Publikum - nicht kalt. Im Clip des Interviews ist zu sehen, wie die beiden Herzoginnen mit Tränen in den Augen applaudieren.

Auf sozialen Netzwerken verbreiteten sich zahlreiche Beiträge, in denen User Williams Anerkennung aussprachen und ihre Leistung angesichts der schwierigen Geburt ihr Tochter hervorhoben.

"Sie fängt gerade erst an"

Auch ihr Ehemann Alexis Ohanian, Gründer der Internetplattform Reddit, zollte seiner Partnerin via Instagram Tribut: "Tage nachdem unser Baby geboren wurde, küsste ich meine Frau vor der Operation und keiner von uns wusste, ob sie zurückkommen würde. Wir wollten nur, dass sie überlebt – und 10 Monate später ist sie im Finale von Wimbledon. (...) Sie fängt gerade erst an. Und ich könnte nicht stolzer sein."

Williams hatte ihre Schwangerschaft im April 2017 bekanntgegeben, ihre Tochter Alexis Olympia jr. kam am 1. September zur Welt. Die Geburt verlief dramatisch: Bei Williams wurde nach der Entbindung unter anderem eine Lungenembolie diagnostiziert (mehr dazu hier), sie musste sich gleich mehreren OPs unterziehen, wie sie kürzlich verriet. Ihr Comeback gab die US-Amerikanerin Anfang März in Indian Wells.