Leben
07.04.2018

Vater trägt Kuscheltier von Tochter 18 Jahre lang mit sich rum

Erst kürzlich fand die heute 20-Jährige heraus, welch rührende Geste ihr Vater Tag für Tag für sie erbracht hatte.

Egal ob Zeichnung, Bastelwerk oder Stofftier: Wenn Kinder ihren Eltern Geschenke machen, wünschen sie sich in diesem Moment, dass sie sie für immer und wie einen Schatz hüten. Für die Kanadierin Samantha Holmes ging dieser Wunsch in Erfüllung – allerdings ohne ihr Wissen. Aber alles von Anfang an.

Der graue Stoffwal

Als Samantha Holmes vergangene Woche an ihrem Schreibtisch in ihrem Zimmer über einer Hausaufgabe brütete, kam ihr Vater Pat Holmes in den Raum. "Schließe deine Augen und tu deine Hand hier rein", sagte er und streckte ihr seinen Fitness-Beutel hin. Samantha folgte und zog ein Stofftier aus dem Beutel, das sie ihrem Vater im Alter von zwei Jahren geschenkt hatte. "Du hast es noch immer!", sagte sie ungläubig. "Natürlich habe ich ihn noch", antwortet er.

Vor lauter Überwältigung machte die US-Amerikanerin ein Foto von ihrem Vater mit dem grauen Stoffwal und postete dieses auf Reddit. "Als ich zwei war, gab ich meinem Papa einen Stoffbelugawal für seine Arbeitstasche, damit er ihn ansehen kann, wann auch immer er mich vermisst. 18 Jahre später hat mir mein Vater mitgeteilt, dass er den Beluga, der eigentlich eine Schildkröte darstellen soll, immer noch jeden Tag mit in die Arbeit nimmt", schrieb sie dazu. Wie Samantha Holmes berichtet, nahm ihr Vater das Plüschtier auch auf Arbeitsreisen mit.

Wohliges Gefühl

"Ich habe es (das Kuscheltier, Anm. d. Redaktion) jeden einzelnen Tag mit in die Arbeit genommen", sagte Pat Holmes aus Vancouver im Interview mit der Washington Post. Es habe ihm ein wohliges Gefühl gegeben. Er habe danach greifen können, wenn er an seine Kinder dachte. Neben seiner Tochter Samantha hat er auch einen 22-jährigen Sohn namens Jack. Für Pat Holmes ist seine Familie laut eigenen Angaben das Allerwichtigste. Aus diesem Grund werde er das Tier auch weiterhin bei sich haben: "Man hat gute und schlechte Tage, aber wenn man keine Familie hat, hat man gar nichts."