Wenn Babys nicht mehr (voll) gestillt werden, sind sie auf Muttermilchersatz auf Pulverbasis angewiesen.

© Getty Images/iStockphoto/stevanovicigor/iStockphoto

Leben
03/13/2019

USA: Mutter verklagt Kindermädchen, weil es Baby Milchersatz fütterte

Weil sie ihrem Baby offenbar heimlich Muttermilchersatz verabreichte, hat eine US-Amerikanerin Klage gegen ihre Doula eingereicht.

Vor Gericht endet ein Streit zwischen einer Mutter und ihrer Doula (nichtmedizinische Helferin für werdende Mütter, Anm.). Der Grund für die Auseinandersetzung: Die Doula soll das Baby der US-Amerikanerin Lynn Wojton heimlich mit Muttermilchersatz gefüttert haben. Das missfiel Wojton derart, dass sie laut New York Post Klage gegen Marcia Chase-Marshall einreichte.

Wie die New York Post berichtet, soll Chase-Marshall den Muttermilchersatz mutmaßlich zubereitet haben, als Wojton schlief. Der Anklageschrift zufolge habe sie die Mutter geweckt, weil sie diese nicht extra beim Stillen anleiten wollte.

Lynn Wojton hatte ihre Tochter wenige Tage zuvor im September 2018 im Mount Sinai Hospital entbunden. Nachdem sie nach Hause zurückgekehrt war, begann die 37-Jährige ihr Kind unterstützt von ihrer Doula zu stillen.

"Ich war sehr verärgert"

Chase-Marshall schlief während dieser Zeit mit der Mutter in einem Zimmer. Nach drei Tagen soll Chase-Marshall die Mutter nachts nicht zum Stillen geweckt haben, stattdessen verabreichte sie dem Baby Muttermilchersatz.

"Ich war sehr verärgert", sagte Wojton der New York Post. "Ich will das nicht für mein Baby. Ich habe ehrlich gesagt eine Stunde lang geweint."

Anfangs habe Chase-Marshall behauptet, sich den Anweisungen der Mutter widersetzt zu haben, weil sie der Meinung war, Muttermilchersatz sei die Beste für das Baby, schilderte Wojton dem Blatt. Dann hätte sie zugegeben, das Kind aus Faulheit selbst gefüttert zu haben.

Im Zuge der Auseinandersetzung kündigte Wojton das Arbeitsverhältnis mit Chase-Marshall auf. Ihr Verhalten habe das "Fass zum Überlaufen gebracht", nachdem es bereits zuvor zu Meinungsverschiedenheiten bei der Betreuung des Säuglings gekommen war: "Wenn ich die Windel nicht so wechselte, wie sie es für richtig hielt, kritisierte sie mich die ganze Zeit", so Wojton.

Gegenüber der New York Post wollte die Doula auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Wojton, die mittlerweile ein neues Kindermädchen hat, fordert jedenfalls Schadenersatz in Höhe von 10.000 US-Dollar (in etwa 8.800 Euro) von der US-Amerikanerin.