© Twitter/Screenshot/wagtailfarm

Leben
07/02/2019

#UnwantedIvanka: Warum das Netz mit Parodien über Ivanka Trump spottet

Dem Auftritt von Ivanka Trump beim G-20-Gipfel in Japan folgten im Netz Häme und spöttische Darstellungen.

Unter dem Hashtag #UnwantedIvanka (zu Deutsch: "unerwünschte Ivanka") verbreiten sich derzeit Bilder im Netz, auf denen Ivanka Trump zur aufdringlichen Besucherin stilisiert wird.

Konkret teilen User in sozialen Medien, vor allem auf Twitter, Montagen von ikonenhaften Bildern aus der Geschichte, in denen die Präsidententochter einen Auftritt als aufdringlicher Gast hat.

Mondlandung bis Harrys Hochzeit

So taucht die 37-Jährige etwa in einem schwarzen Kleid bei der Landung der alliierten Truppen in Frankreich auf oder läuft lächelnd durch die Szene der Mondlandung.

Auf einem Bild liegt sie im Bett mit John Lennon, auf einem anderen steht sie im Hochzeitskleid neben dem britischen Prinz Harry und dessen Frau Meghan.

Aufdringliche Ivanka?

Hintergrund sind Videoaufnahmen eines Gesprächs zwischen Ivanka Trump, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Kanadas Premierminister Justin Trudeau, Großbritanniens scheidende Premierministerin Theresa May und IWF-Chefin Christine Lagarde beim G-20-Gipfel in Japan, die der Élyséepalast am Wochenende auf Instagram verbreitete.

Der Spott auf Twitter basiert auf der Interpretation, dass Ivanka Trump dabei so wirke, als habe sie sich den anderen bei dem Gespräch aufgedrängt. Man sieht allerdings nur einen kurzen Ausschnitt der Konversation, der Kontext fehlt.

Der Élyséepalast erklärte dem französischen Sender France Info, dass es bei solchen Veranstaltungen üblich sei, eine Geschichte hinter den Kulissen zu zeigen, um einen Einblick in das zu geben, was die Öffentlichkeit nicht sieht. Man habe die politische Vereinnahmung dieser Szene nicht vorhergesehen.

Kritisch beäugt

Es ist nicht das erste Mal, dass die Tochter von US-Präsident Donald Trump zur Zielscheibe von Spott und Häme wird.

Mit einem Foto von ihr und einem ihrer Kinder rief sie vergangenes Jahr etwa Kritiker der Einwanderungspolitik der Trump-Regierung auf den Plan.

Ein Tweet von Ivanka Trump, mit dem sie 2017 eine Initiative zur Stärkung von Frauen als Unternehmerinnen bewarb, kam ebenfalls nicht gut an. Zahlreiche Nutzer merkten hämisch an, dass Ivanka Trumps Engagement für Frauenrechte angesichts der frauenfeindlichen Haltung ihres Vaters Donald Trump unglaubwürdig sei.