Jede Pflanzung braucht eine Leitstaude, zum Beispiel einen seltenen weißen Sonnenhut (Echinacea purpurea Alba)

© Kurier/Gerhard Deutsch

Axels Terrasseneintopf
10/26/2019

Den Prärietopf jetzt pflanzen, damit es im Frühling schon blüht

Nach der Saison ist vor der Saison: Genau jetzt sollte man einen Prärietopf mit Sonnenhut, Gräsern und Zwiebeln pflanzen.

von Axel Halbhuber

Nach der Saison ist vor der Saison. Leidenschaftsgartler dreschen die gleichen Phrasen wie alle anderen, aber es ist ja auch wahr: Man kann jetzt schon die Vorarbeit dafür leisten, dass man im kommenden Frühling nicht erst wie der Bär aus der Höhle wackelt und erschüttert ist, was auf Balkon oder Terrasse alles zu tun ist. Wie schön ist dagegen die Vorstellung, dass einen die ersten Töpfe und Kisten schon mit Trieben und Blüten begrüßen.

Als Substrat nimmt man gute Blumenerde, in die aber etwas Sand oder Blähton gemischt werden sollten. Der Topf darf ruhig groß sein – oder die Pflanzen eher klein. Denn das wächst in der kommenden Saison alles sehr stark. Bei zu kleinem Topf müsste man schon nächstes Jahr wieder teilen.

Und weil sich dieser Herbst im Besonderen dazu eignet, draußen zu werken (26 Grad, hallo!?), arbeiten wir also vor. Der Herbst ist ganz im Allgemeinen die perfekte Zeit für Neupflanzungen, sagt Birgit Bermann. Sie erdenkt mit ihrem Unternehmen „Paradise found“ (paradisefound.at) „Pflanzkonzepte mit Sinn“, soll heißen: „Alles für das urbane Topfgärtnern, Konzepte für naturnahe und dauerhafte Balkon- und Terrassenbegrünungen, Beratungen und Workshops.“

Hinter diesen technischen Begriffen stecken zum Beispiel wunderschöne Stauden, die man viele Jahre hat. Oder auch sinnvolle Arrangements, Mischungen, die das ganze Jahr über immer neue Blüten zum Vorschein bringen werden. „Jetzt kann man etwa einen Prärietopf zusammenstellen. Diese Art der Pflanzung ist gerade sehr modern, auch in vielen Gärten“, sagt Bermann.

Präriepflanzung

Was man in so einen Topf zusammensetzt, muss natürlich die gleichen Wünsche haben – vor allem Standort und Substrat betreffend. Im Fall der Präriemischung kann etwa die Echinacea purpurea Alba als „Leitstaude“ dienen: „Wir kennen sie als Sonnenhut, meistens in purpurnen Farben. Diese weiße Art hier ist sehr selten und wirklich etwas Besonderes.“

Die Leit-, also höchste Staude im Topf kann ruhig am Rand gesetzt werden, denn „in der Natur wächst ja auch nicht alles um eine Pflanze herum“. Daneben empfiehlt Bermann etwas Rotes wie die Kokardenblume Gaillardia. „Der Vorteil ist, dass nach ihrer wunderschönen Blüte auch die Samenstände stehen bleiben können, denn die sind auch schön.“ Das Gleiche gilt übrigens für die Sonnenhüte.

Dazwischen kommen Gräser. „Die brauchen wir, um die Pflanzen zu verbinden, es aber trotzdem luftig bleibt.“ In die konkrete Topfprärie passt das Panicum virgatum – die Rutenhirse. Allerdings gibt es, wie man sich denken kann, viele Präriegräser.

Fehlen noch Frühblüher. „Diese Pflanzung hat ihren Höhepunkt im Spätsommer bis in den Frühherbst. Aber der Topf soll ja früher anfangen zu blühen.“ Dafür setzt die Expertin Zwiebeln von Frühjahrsblühern in die Erde, passend ist etwa die weiße Muscari Traubenhyazinthe.„Mit der geht es schon im März los. Und dann kommen noch Samen in den Topf, zum Beispiel die Eschscholzia californica.“ Dieser „kalifornische Goldmohn“ geht etwas später auf und färbt den Frühsommer golden ein.

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