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Leben
12/30/2021

Silvesterbräuche: So feiert die Welt den Jahreswechsel

Andere Länder, andere Sitten. Warum die Dänen ins Neue Jahr springen und es in Buenos Aires zum Jahreswechsel immer schneit.

von Elisabeth Kröpfl

Pandemiebedingt gibt es in Österreich auch dieses Jahr wieder einen gemächlichen Rutsch ins neue Jahr. Die Sperrstunde für Gastronomie und Kultur um 22 Uhr bleibt aufrecht, kleine Feiern  sind jedoch für alle erlaubt. Bei uns gehören Walzer, Sekt und Raclette zum klassischen Silvesterabend; in anderen Ländern wird der Jahreswechsel mit teils skurrilen Bräuchen eingeläutet:

In Spanien etwa begrüßt man das neue Jahr pünktlich zu  Mitternacht mit zwölf Weintrauben. Wer es schafft, im Takt mit zwölf Glockenschlägen die Trauben zu essen, kann sich auf ein Jahr des Wohlstandes und Glücks  freuen. Besonders beliebt für das Spektakel ist der Platz Puerta del Sol in Madrid. Wer Menschenmassen lieber meidet, hört die Glockenschläge live im Fernsehen. 

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Untenrum bunt

Doch auch daheim am Sofa darf der wichtigste Teil des spanischen Silvesteroutfits nicht fehlen: die Unterwäsche. Rot soll sie sein und im besten Fall geschenkt. Das haben sie mit unserem südlichen Nachbarland Italien gemein. Kurz nach Weihnachten häufen sich in den Schaufenstern der Kaufhäuser rote Dessous in allen Variationen. Die Italienerinnen und Italiener erwarten sich von roter Unterwäsche Liebesglück im neuen Jahr. 

Während man sich in Mexiko zwischen roter und gelber Unterwäsche (Liebe oder Geld) entscheiden muss, darf es in Brasilien untenrum bunter zugehen: Die Brasilianerinnen und Brasilianer tragen Grün für die Hoffnung oder Orange für den Kinderwunsch – jede Farbe hat eine eigene Bedeutung. Nur ein weißes Outfit ist als Zeichen für Reinheit und Frieden Pflicht.

In Dänemark beginnen die Silvesterfeierlichkeiten mit der Neujahrsansprache von Königin Margrethe um 18 Uhr. Danach wird es Zeit, sich über das Essen herzumachen. Traditionell aufgetischt werden Fisch und als Nachspeise Kransekage, ein Kranzkuchen mit Marzipan. Während der deutschsprachige Raum allseits einen guten Rutsch wünscht, geht es in Dänemark deutlich sportlicher zu: Kurz vor Mitternacht steigen die Däninnen und Dänen auf Sofas oder Stühle, um pünktlich zu Mitternacht ins neue Jahr zu springen.

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In Griechenland haben am letzten Tag des Jahres Glücksspiele in jeder Form Tradition. Viele Griechinnen und Griechen wollen Fortuna mit Kartenspielen oder der Lotterie auf die Sprünge helfen. Wer verliert, kann am Neujahrstag noch immer auf die eingebackene Goldmünze im traditionellen Basiliusbrot hoffen – sie soll im kommenden Jahr besonders viel Segen bringen. 

Auch in Portugal findet sich die Münze zu Silvester wieder: Wer sie um Mitternacht in der Hand hält, hat im neuen Jahr garantiert keine Geldsorgen. In Italien setzt man für Reichtum hingegen lieber aufs Essen. Ein traditionelles italienisches Silvestermahl beinhaltet dort auf jeden Fall Linsen, die Geld symbolisieren sollen. Und auch in Tschechien vertraut man der Kulinarik: Kurz vor Mitternacht halbiert man einen Apfel und deutet die Kernanordnung. Zeigt das Apfelorakel ein Kreuz, droht Unheil; Apfelkerne in Sternform versprechen hingegen ein gutes Jahr.

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Papierschnee und Neujahrsputz

In Argentinien versetzt man sich zu Silvester auf ganz besondere Art in Winterstimmung. Um Punkt Mitternacht fängt es im Raum Buenos Aires plötzlich an zu schneien – allerdings geschredderte Unterlagen und Papiere aus den Fenstern. So befreien sich die Argentinierinnen und Argentinier von ihren Altlasten. Im Rest des Landes gibt es zu Silvester häufig asado, traditionelles argentinisches Barbecue. 

Deutlich ordentlicher bleibt es in Japan. Neujahr ist dort eines der wichtigsten Events und ein traditionelles Familienfest. Viele Bräuche benötigen einiges an Vorbereitungszeit: Am 13. Dezember steht traditionell der große Neujahrsputz am Programm. Wer seinen Liebsten eine Freude bereiten will, versendet vorab Neujahrskarten oder kleine Neujahrspräsente.

Geschenke am 31. Dezember gibt es auch in Russland. Dort legt sie Djed Moros, wie Väterchen Frost auf Russisch heißt, in Begleitung seiner Enkeltochter Snegurotschka (dt. Schneeflöckchen) unter den Baum. 

Also, trotz Silvesterparty im kleinen Kreis steht dem Glück für 2022 mit Apfelorakel, Traubenwettessen und der richtigen Unterwäsche hoffentlich nichts mehr im Wege. 

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