Etliche US-Fluglotsen bekommen wegen des Regierungsstillstands kulinarische Unterstützung von nördlich der Grenze.

© Twitter/Screenshot/NATCANewEngland

Leben
01/15/2019

Pizza gegen Shutdown: Kanadische Fluglotsen versorgen US-Kollegen

Mit der Aktion zeigen sich die Kanadier während der Haushaltssperre im Nachbarland solidarisch.

Seit fast vier Wochen sind Teile der US-amerikanischen Regierung wegen des Streits um das Geld für den Bau einer Mauer zu Mexiko nun schon lahmgelegt. Die Haushaltssperre ging am Montag in den 24. Tag. Damit ist der aktuelle Shutdown der längste der US-Geschichte.

Rund 800.000 Bundesbedienstete sind von der teilweisen Stilllegung der Behörden betroffen. 380.000 von ihnen wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Die übrigen 420.000 müssen ohne Bezahlung weiterarbeiten, da ihre Arbeit als unverzichtbar gilt. Darunter etwa rund 10.000 Mitarbeiter der Flugverkehrskontrolle, die für Flugsicherheit im Land sorgen.

Frei nach dem Motto "Es gibt kein Problem, das man nicht mit Pizza lösen kann", erreicht etliche US-Fluglotsen derzeit eine geschmackvolle Welle der Solidarität aus dem Nachbarland Kanada.

Gönnerhafte Gesten

So wurden etwa am vergangenen Freitag Mitarbeiter des New York Air Traffic Control Center auf Long Island von kanadischen Kollegen mit 32 Pizzen überrascht. Geordert wurden diese von Fluglotsen aus den beiden kanadischen Städten Gander und Moncton. Das berichtet CBC, die staatliche Rundfunkgesellschaft Kanadas.

Demnach wurde Ende der vergangenen Woche eine Notiz in dem New Yorker Kontrollzentrum ausgehängt, auf der die Ankunft der 32 Pizzen angekündigt wurde. Bilder des Zettels verbreiteten sich rasch auf Social Media.

Das New York Air Route Traffic Control Center ist nicht das einzige Flugverkehrskontrollzentrum, welches mit der italienischen Traditionsspeise bedacht wurde. Wie die New York Times berichtet, haben kanadische Fluglotsen in Summe über 400 Pizzen für 35 US-amerikanische Kontrollzentren bestellt, darunter Einrichtungen in Boston, Seattle, Minneapolis und Cleveland.

Angestoßen wurde die Hilfsbereitschaft von einem Flugsicherheitszentrum in Edmonton in der Provinz Alberta. Von dort aus schickte man Anfang der vergangenen Woche Pizzen nach Anchorage in Alaska.

Die US-Controller dankten den Kanadiern, mit denen sie täglich bei der Überwachung des nordamerikanischen Luftraums zusammenarbeiten, via Twitter. "Wir wissen eure Unterstützung während des Shutdowns zu schätzen", heißt es da etwa. Oder auch: "Unsere Brüder aus dem Norden schicken und Liebe und Solidarität."

Und die Kanadier? Die scheinen sich in der Rolle der philanthropischen Helfer zu gefallen. Auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken sparen Bürger nicht mit Selbstlob:

 

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