Leben
24.01.2018

Neuseeland: Premierministerin löst Stricktrend aus

Unter dem Hashtag #KnitforJacinda verbreitet sich die Aktion für bedürftige Kinder rasant im Netz.

Mit der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern (37) in ihrer Heimat eine neue Strickbewegung ausgelöst. In den sozialen Netzwerken schlossen sich Leute unter dem Hashtag #KnitforJacinda (#StrickenfürJacinda) zusammen.

#KnitforJacinda

Den Anfang machte zu Beginn der Woche die Neuseeländerin Heather McCracken auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Dort kündigte sie an, dass sie etwas für Jacindas "Pepi" stricken wolle. "Pepi" bedeutet "Baby" in der Sprache von Neuseelands Ureinwohnern, den Maori. Die Babykleidung aus Handarbeit soll vor allem aber bedürftigen Kindern in Neuseeland zugutekommen.

Großes Echo

Von McCrackens Account aus verbreitete sich die Strickbewegung unter dem Hashtag #KnitforJacinda wie ein Lauffeuer. Neben Privatpersonen beteiligten sich auch Politikerinnen und Politiker, darunter Deborah Russell von der New Zealand Labour Party, aus Neuseeland an der Aktion für den guten Zweck.

Initiatorin McCracken zeigte sich am Mittwoch überwältigt von der Resonanz auf Twitter: "Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Strickrevolution starten würde", schrieb sie auf dem Kurznachrichtendienst.

Ardern hatte am Freitag bekanntgegeben, dass sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Clarke Gayford ihr erstes Kind erwartet. Das Baby soll im Juni zur Welt kommen. Wenn alles klappt, wird die sozialdemokratische Politikerin damit die erste Regierungschefin seit mehr als einem Vierteljahrhundert, die im Amt Mutter wird (mehr dazu hier).