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Twitter-Boykott
01/24/2017

#MuteMonday: "Entfolgt Donald Trump!"

Trump macht Twitter zum virtuellen Staatsfunk. Unter dem Hashtag #MuteMonday entfolgen User dem US-Präsidenten nun öffentlichkeitswirksam.

Wie das US-amerikanische Online-Portal mic.com berichtet, machen sich Gegner des neuen US-Präsidenten für eine Dezimierung seiner Followerzahlen auf dem Mikrobloggingdienst stark. Damit soll Trumps Einfluss, der maßgeblich von seiner Reichweite auf Social Media geformt und verstärkt wurde, eingedämmt werden.

Lauf der US-amerikanischen Cosmopolitan wurde am Sonntag unter anderem in den feministischen Newsletter Signal Boost dazu aufgerufen, Donald Trump zu entfolgen. Tom Perez, ehemaliger Arbeitsminister der Demokraten und Assistant Attorney General der Civil Rights Division des United States Department of Justice, war ebenfalls unter den ersten, die die Initiative auf Twitter publik machten.

Er twitterte: "Am heutigen #MuteMonday werden wir Donald Trump dort treffen, wo es ihm am meisten schmerzt: seinem Ego. Entfolgt @realDonaldTrump und @potus."

Trump bespielt seit seiner Angelobung am 20. Jänner seinen privaten Account @realDonaldTrump und den offiziellen Account des US-Präsidenten @POTUS, der bisher von Barack Obama und seinem Social-Media-Team verwaltet wurde.

In dem Newsletter heißt es man solle statt den trumpschen Twitter-Accounts "jemandem folgen, der in Richtung einer Weiterentwicklung arbeitet, an die wir noch glauben". Unter dem Hashtag #MuteMonday könne man dann den gewählten Kanal nennen und promoten.

In dem Newsletter wird beispielsweise vorgeschlagen einer Organisation zu folgen, die sich dem Schutz der reproduktiven Gesundheit und Rechte widmet. Auch ein gewählter Träger eines politischen Amtes, den man bis zur kommenden US-Wahl im Jahr 2020 unterstützen wolle, käme hierfür in Frage. Es sei "die Wahl jedes einzelnen" wen man unterstützen wolle.

Noch am Sonntag schlossen sich zahlreiche User der Hashtag-Kampagne an und twitterten ihre favorisierten Accounts.

Auch bekannte Namen wie Debra Messing, Jamie Lee Curtis und Padma Lakshmi schlossen sich dem Boykott an.