Leben | Kiku 10.01.2013

„Groms“ übernehmen das Netz

Weil er für Facebook zu jung ist, erfand der 12-jährige Zachary Marks aus den USA ein eigenes soziales Netzwerk.

Was haben Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (28) und ein 12-jähriger Bub aus dem amerikanischen Bundesstaat Florida gemeinsam? Nun, Zuckerberg ist Milliardär und Erfinder des größten sozialen Netzwerkes der Welt. Und der 12-jährige Zachary (Zach) Marks ist auf dem besten Weg dorthin.

Heimlich und unter einem falschen Alter meldete sich der Bub vor weit mehr als einem Jahr auf Facebook an und bereute es bald darauf: „Einer meiner älteren Freunde fluchte öffentlich und postete etwas Unangemessenes und ich fluchte zurück. Außerdem nahm ich Freundschaftsanfragen von Älteren an, die ich nicht kannte. Einen Tag später fand mein Dad es heraus. Er war richtig sauer“, schreibt Zach im Internet.

Nachdem ihm sein Vater ein Facebook-Verbot erteilte, begann der Bub, gemeinsam mit seinen Geschwistern und Freunden Ideen für ein soziales Netzwerk zu sammeln. Herausgekommen ist, mithilfe seines Vaters, die Website gromsocial. Damit bietet er allen „Groms“ (Sprich: Grums, eine Bezeichnung für junge Internetsurfer) unter 15 Jahren eine eigene Plattform. Erwachsene sind nur zugelassen, wenn sie zur Familie eines Mitglieds gehören.

Sport und Spiele

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© Bild: fotolia
Auf Gromsocial gibt es verschiedene Themen-Schwerpunkte, von Spielen, Gesundheitsthemen bis hin zu Schultipps, Unterhaltung und Sportarten. Vieles, wie Beiträge über BMX-Räder, wird von Zach geschrieben. Im Gegensatz zu anderen Kinder-Websites wurde Gromsocial von einem Jungen kreiert. Von den Themen bis hin zur grafischen Gestaltung. Mit seinem Spürsinn, was Kindern gefällt, liegt Zach richtig: Die Seite hat 7000 Mitglieder. Ähnlich wie bei anderen sozialen Netzwerken können diese Profile erstellen und Freunde hinzufügen. Der große Unterschied ist, dass die Privatsphäre der Kinder geschützt ist. Dafür sorgen strenge Regeln. Die Eltern werden über alle Tätigkeiten ihres Kindes informiert und bestimmen, mit wem es schreiben darf.
Ob das den Groms auch gefällt?

www.gromsocial.com

Safer Internet

Schütze dich selbst: Achte darauf, was du über dich oder andere schreibst und veröffentliche keine Fotos, Videos und Texte, die dir oder anderen peinlich sein könnten. Gib deine persönlichen Daten wie Name, Wohnadresse, Telefonnummer und Passwort an niemanden weiter, auch nicht an deine Freunde.

Achte auf die Privatsphäre: Bei den meisten sozialen Netzwerken kannst du dein Profil so einstellen, dass es nur deine Freunde sehen können und keine Fremden.

Vorsicht, falsche Freunde: Nicht jeder, der mit dir befreundet sein will, meint es auch wirklich gut mit dir. Immer wieder kommt es vor, dass sich fremde Erwachsene hinter den Profilen von Jugendlichen verstecken, um mit Kindern in Kontakt zu kommen.
Sei misstrauisch: In Foren und Chats von sozialen Netzwerken wird viel Unsinn geschrieben. Sei misstrauisch, denn nicht alles, was du dort liest, entspricht der Wahrheit.

Nichts ist umsonst: Sei vorsichtig, wenn du Gratis-Angebote erhältst, bei denen du Name und Adresse angeben musst. Auch, wenn du eine Nachricht bekommst, dass du bei einem Gewinnspiel gewonnen hast, ohne je mitgemacht zu haben. Im Internet gibt es kaum etwas umsonst.

Melde dich, wenn du unsicher bist: Kommt dir im Internet etwas komisch vor, dann sprich mit Erwachsenen, denen du vertraust. Hilfe, anonym und kostenlos, erhältst du bei Rat auf Draht unter der Telefonnummer 147.
Mehr Infos für dich und deine Eltern

( kinder-kurier ) Erstellt am 10.01.2013