Leben
03.08.2018

"Fake news": Trump über angebliche Verspätung bei Queen-Treffen

Als "fake disgusting news" bezeichnet der US-Präsident Berichte, wonach er zu spät zum Treffen mit der Queen gekommen sei.

Hat er sie warten lassen, oder sie ihn? Die Rede ist von Queen Elizabeth II und US-Präsident Donald Trump. Die Queen hatte Trump und First Lady Melania am 13. Juli auf Schloss Windsor empfangen. Die 92 Jahre alte Königin begrüßte die beiden am späten Freitagnachmittag mit militärischen Ehren im Innenhof des Palasts. Sie hatte zunächst mehrere Minuten lang dort gewartet. Es blieb unklar, warum es zu der Verzögerung kam.

Die Vorwürfe, er habe das Oberhaupt der britischen Königfamilie warten lassen, hat Trump am Donnerstag bei einem öffentlichen Auftritt in Pennsylvania nun allerdings zurückgewiesen. Das berichtet unter anderem der Telegraph.

"Ich habe gewartet"

"Ich wurde gefragt, ob ich Tee mit der Queen trinken möchte, die übrigens großartig ist. Großartig", sagte Trump im Zuge seiner Ansprache. Er sei allerdings rund 15 Minuten zu früh dran gewesen – "und ich habe mit meiner Ehefrau zusammen gewartet und das war auch in Ordnung". Schließlich sei auch die Monarchin eingetroffen und man habe den Tee zu sich genommen. "Es hätte 15 Minuten dauern sollen, aber es dauerte eine Stunde. Weil wir uns verstanden haben. Und sie mochte unsere First Lady und unsere First Lady mochte sie", erinnert sich Trump zudem. Man sei jedenfalls "fantastisch" miteinander ausgekommen.

Bezüglich der Medienberichte, die ihm eine 15-minütige Verspätung unterstellt hatten, sagte das Staatsoberhaupt der USA: "Und daraus wurde die Geschichte der Fake-Medien: Der Präsident war 15 Minuten zu spät bei der Queen. Falsch."

"Ekelhafte Fake-News"

Während man ihm vorgeworfen hätte, dass er zu spät gekommen sei, sei er in Wahrheit zu früh dran gewesen. Außerdem sei ihm angehängt worden, er habe das Treffen in die Länge gezogen. Dabei habe sich die Verlängerung der Zusammenkunft einfach ergeben, so Trump. "Ehrlich Leute, es war so ein wunderschöner, wunderschöner Besuch am Nachmittag, aber sie können alles schlechtreden, weil sie ekelhafte Fake-News sind."

Rundumschlag gegen Medien

Bei der Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania für die bevorstehenden Kongresswahlen holte Trump generell zu einem neuen Rundumschlag gegen Medien und Journalisten aus. "Was ist aus der freien Presse geworden? Was ist aus ehrlicher Berichterstattung geworden", fragte er. Trump beklagte sich auch darüber, dass Medien seine Erfolge nicht würdigten. Stattdessen würden sie "Geschichten erfinden". Die Berichterstattung über ihn sei "nur negativ". Als Beispiele dafür nannte er seine Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un.