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18.07.2018

Queen Elizabeth II.: Royaler Protest

Queen Elizabeth II.: Die hohe Kunst, nichts und dabei dann doch so viel zu sagen.

Contenance könnte locker der zweite Vorname von Königin Elizabeth II. (92) sein – denn diese würde sie nie verlieren. Auch den US-Präsidenten Donald Trump (72) hat sie jetzt mit stoischer Gelassenheit empfangen. Und dabei ließ er sie nicht nur über zehn Minuten warten, sondern schritt auch noch bei der Inspektion der militärischen Garde vor ihr (!) über den roten Teppich.

Wobei, ohne viel zu sagen, hat die Queen dann doch ganz schön viel zum Ausdruck gebracht– und zwar über ihre Broschen. Ja, richtig gelesen, denn die britische Monarchin hat sich für Trumps Besuch ganz besondere Schmücker ausgesucht. Auf Twitter wurde die Bedeutung dieser nun heftig diskutiert und über versteckte Botschaften spekuliert.

An dem Tag, als der US-Präsident englischen Boden betrat, trug sie eine Brosche aus dem Jahre 1950 – ein persönliches Geschenk von Ex-US-PräsidentBarack Obama, welches er ihr 2011 überreichte.

Am Tag ihres Treffens mit Trump wählte sie ein Schmuckstück aus dem Nachlass ihrer Mutter, die „ Palm Leaf Brooch“ von Cartier. Queen Elizabeth trug diese unter anderem auf dem berühmten „Three Queens in Mourning“-Foto, welches sie, Queen Mary (1953) und Queen Elizabeth II. trauernd beim Begräbnis ihres Ehemannes, König George VI. (1952), zeigt.

Tags darauf stand ein Treffen mit dem Königspaar aus Belgien an – und Elizabeth trug die „Sapphire Jubilee Snowflake Brooch“ – ein Geschenk 2017 zu ihrem 65-jährigen Thron-Jubiläum von David Lloyd Johnston, dem Generalgouverneur von Kanada. Premierminister Justin Trudeau und Trump sind ja nicht unbedingt allerbeste Freunde. Also quasi Protest der vornehmen Art!