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Leben Essen & Trinken
07/19/2022

Steirereck gehört zu den besten 15 Restaurants der Welt

Kopenhagens Geranium schafft erneut Platz 1, das österreichische Hauben-Restaurant Steirereck schaffte den Sprung auf Platz 13.

von Anita Kattinger

Das Wiener Restaurant Steirereck von Birgit und Heinz Reitbauer schaffte erneut den Sprung auf die Rangliste der besten Restaurants der Welt. Zum 13. Mal in Folge (2020 fand der Award nicht statt) zählt der Gourmettempel im Wiener Stadtpark - unter Führung von Küchenchef Heinz Reitbauer - zu den "50 Best", heuer belegt es Rang 13.

Vergangene Nacht versammelten sich die besten Köche der Welt in London, um die Auszeichnung "The World's 50 Best Restaurants 2022" zu feiern, die von S. Pellegrino & Acqua Panna gesponsert wird. Die britische Zeitschrift Restaurant Magazine organisiert seit 2002 die Herausgabe der Liste - wahlberechtigt sind 1.080 Spitzenkräfte der Gastronomie sowie Gourmet-Kritiker: Bevor das Geranium in Kopenhagen erneut zum besten Restaurant der Welt 2022 und zum besten Restaurant Europas gekürt wurde, wurden gastronomische Spitzenleistungen aus 24 Ländern auf fünf Kontinenten gewürdigt.

Das dänische Restaurant will mit seinen Kreationen "alle Sinne anregen": Chefkoch Kofoeds akribische Kochkunst und seine unglaubliche Vision, zu der auch seine jüngste Entscheidung, auf Fleisch zu verzichten, gehört, haben weltweit Anerkennung und Fans gefunden, so die Laudatoren.

Neben dem Geranium gehören auch das Central in Lima und Disfrutar in Barcelona zu den Top drei.

International gesehen gibt es für die weltbesten Spitzenköche keine wichtigere Rangliste als "The World's 50 Best Restaurants", die am Montagabend in London veröffentlicht wurde.

Weitere Spitzenleistungen:

Zur besten Köchin der Welt wurde die Kolumbianierin Leonor Espinosa gekürt, der Titel wurde schon vorab bekannt gegeben. Obwohl sie nie eine Ausbildung zur Köchin absolviert hat, gehört Espinosa seit 15 Jahren zur Kochelite. Nachdem sich die Wirtschaftswissenschafterin selbst das Kochen beigebracht hatte, eröffnete Espinosa 2007 ihr Restaurant Leo in Bogota. Das Leo wurde bisher acht Mal in die Liste der 50 besten Restaurants Lateinamerikas gewählt und war 2019 das erste kolumbianische Restaurant, das in die Liste der 50 besten Restaurants der Welt aufgenommen wurde, zuletzt auf Platz 46 im Jahr 2021. Heuer auf Platz 48.

  • Südamerika und Asien sind mit acht bzw. sieben Restaurants auf der Liste vertreten
  • René Frank von Coda, Berlin, wurde zum weltbesten Patissier gekürt
  • Josep Roca wurde zum besten Sommelier, Sommelier des El Celler de Can Roca, gekürt
  • Nobelhart & Schmutzig (Platz 17) in Berlin schaffte den Sprung von Top 30 in die Top 20
  • Atomix (Platz 33) in New York gewinnt den Gastgeber-Preis

So läuft die Wahl ab

Was das "Beste" ist, liegt im Ermessen der viel reisenden Feinschmecker. Es gibt keine vorher festgelegte Checkliste von Kriterien, aber es gibt strenge Abstimmungsregeln. Seit 2019 sind die Mitglieder der Gruppe "Best of the Best", die sich aus den ehemaligen Nummer-1-Restaurants der Liste zusammensetzt, nicht mehr für das jährliche Ranking zugelassen. Dazu zählen die bekannten Restaurants Noma, El Bulli oder Osteria Francescana. Damit wollten die Organisatoren für mehr Abwechslung sorgen.

Die Liste wird aus den Stimmen der The World's 50 Best Restaurants Academy erstellt, die sich aus 1.080 internationalen Kulinarik-Experten zusammensetzt, wobei die Hälfte der Jury von Frauen besetzt ist. Sie ist in 27 verschiedene Regionen auf der ganzen Welt aufgeteilt: Jede Region hat ihr eigenes Abstimmungsgremium mit 40 Mitgliedern, einschließlich eines Vorsitzenden, der das Gremium leitet. Mindestens 25 Prozent der Jurymitglieder aus jeder Region wechseln jedes Jahr.

Mitarbeiter des Veranstalters oder der Sponsoren sind nicht Teil der Abstimmungsakademie.

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