Gelb im grauen Winter: Diese Orangen schmecken nach Himbeeren

Zitrusfrüchte in Hülle und Fülle
Blutorangen, Mandarinen, Bergamotten und Zedrat-Zitronen sorgen für einen duftenden Winter und schmecken jetzt am besten.

Zitrusfrüchte gehören zu den ältesten Obstsorten der Welt – lange Zeit symbolisierten sie Reichtum und Exotik. Ihren Ursprung haben sie vor rund acht Millionen Jahren im Gebiet des Himalayas, im heutigen Assam oder in der chinesischen Provinz Yunnan. Der Stammbaum von Zitrusfrüchten ist hoch kompliziert und wird oft kontroversiell diskutiert: Mit Zitronatzitrone, Pampelmus und Mandarine gibt es genetisch gesehen drei Urmütter, so sind Orangen eine Kreuzung von Pampelmuse und Mandarine.

Bis zu 1.600 Sorten soll es heute weltweit geben – ganz genau lässt sich das nicht sagen.

Bereits vor 4.000 Jahren wurden kleine Mandarinen, Kumquats, Pampelmusen und Yuzu als Tributzahlungen in China verzeichnet. Alexander der Große (356-323 v. Chr.) brachte die ersten Bäumchen der Zedrat-Zitrone (Citrus medica, auch Zidratzitrone oder Cedrat genannt), die in Persien kultiviert wurden, in den Mittelmeerraum. Allerdings handelte es sich damals um nicht essbare, bittere Früchte. Nach der Eroberung Jerusalems im 1. Jh. n. Chr. durch die Römer führten jüdische Einwanderer die Zedrat-Zitrone, die eine rituelle Bedeutung während des Laubhüttenfestes hat, nach Spanien, Griechenland und Italien ein. Arabische Siedler brachten schließlich Bitterorangen und Zitronen nach Europa.

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