Donald Trump

© AP/Jae C. Hong

Video
12/26/2016

Drei Minuten toxischer Männlichkeit im Jahr 2016

Ein Video verdeutlicht die verheerenden Auswirkungen starrer Geschlechterrollen.

Das Jahr 2016 war in jeder Hinsicht turbulent. Die feministische Organisation The Representation Project produziert jedes Jahr ein Video zu einem Thema, das aus Sicht ihrer Mitglieder das Jahr dominiert hat. 2016 lautet dieses toxische Männlichkeit.

Eine Studie der American Psychological Association hat gezeigt, dass sich Sexismus auch auf Männer negativ auswirken kann. Männer, die sich Frauen überlegen fühlen und eine sexistische Einstellung haben, haben dem Ergebnis nach eher mit psychischen Problemen wie Depressionen zu kämpfen. Merkmale toxischer Männlichkeit, die Männern besonders schaden, sind laut Wissenschaftlern das Verlangen, Frauen überlegen zu sein und sexuelle Umtriebigkeit.

Auswirkungen starrer Geschlechterrollen

Das Video zeigt eine Rückschau verschiedener Vorfälle, wie beispielsweise den Amoklauf in dem bei Homosexuellen beliebten Nachtclub "Pulse" in Florida, Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA oder den Fall rund um den Studenten Brock Turner, der eine bewusstlose Frau sexuell missbraucht hat und dafür eine dreimonatige Gefängnisstrafe bekommen hat. All diese Beispiele würden den negativen Einfluss von starren Geschlechterrollen auf unsere Gesellschaft verdeutlichen.

Jennifer Siebel Newsom, Filmschaffende und Gründerin von The Representation Project erklärte gegenüber der Huffington Post, wie diese starren Geschlechterrollen gewalttätiges Verhalten vorantreiben:

"Ob die in den Medien große Beachtung findenden Vorfälle sexualisierter Gewalt an Hochschulanlagen, Amokläufe, Polizeigewalt oder die schädliche Sprache von Donald Trump, diese Dinge sind das Ergebnis einer Kultur, die hypermaskuline Eigenschaften wie Dominanz, Aggression und Kontrolle über Empathie, Fürsorge und Zusammenarbeit bestärkt. Ob das Mobbing von anderen Menschen, Diskriminierung und Abwertung von Frauen oder der Überbewertung von Geld und Macht über alle anderen Dinge, dieser Status Quo ist gefährlich und muss am Esstisch, in unseren Gemeinden und auf nationaler Ebene angesprochen werden."

"Toxische Männlichkeit beginnt mit Worten", so die Notiz am Ende des Videos. "Und unkontrolliert ermutigt diese zu Hass."