GENERAL NEWS - FIRST PRIZE, SINGLES

© EPA / Mads Nissen/ Politiken/ Panos Pictures / WPP / HANDOUT

Kultur
04/15/2021

Weltpressefoto des Jahres: "Die erste Umarmung" in Corona-Zeiten

Zeigt nach Ansicht der Jury am besten die Auswirkungen der Pandemie - die spielt bis hin zum besten Naturfoto eine Rolle

Es ist ein Bild der Hoffnung, das zum Weltpressefoto des Jahres 2021 gekĂŒrt wurde: Der dĂ€nische Fotograf Mads Nissen wurde am Donnerstag in Amsterdam online mit dem ersten Preis des renommierten Wettbewerbs World Press Photo ausgezeichnet. Das Bild reprĂ€sentiert nach Ansicht der Jury wie kein anderes die Auswirkungen der Pandemie auf die Menschen weltweit.

Die beste Fotoreportage gelang dem Italiener Antonio Faccilongo. Er gewann in der Kategorie Photo Story den ersten Preis fĂŒr seine Serie ĂŒber die Folgen des Konflikts mit Israel fĂŒr palĂ€stinensische Paare.

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"Ikonisches Foto"

"Die erste Umarmung", so der Titel des Siegerfotos fĂŒr die dĂ€nische Tageszeitung Politiken, zeigt die Brasilianerin Rosa Luzia Lunardi (85), die am 5. August 2020 von der Pflegerin Adriana Silva da Costa Souza in einem Pflegeheim umarmt wird - zum ersten Mal nach fĂŒnf Monaten. Die Pflegerin trĂ€gt dabei einen Plastikumhang, der BerĂŒhrungen ohne direkten Körperkontakt möglich macht. Durch die besondere Form des Umhangs erscheint die Pflegerin wie ein Engel. "FĂŒr mich ist es eine Geschichte von Hoffnung und Liebe in den schwierigsten Zeiten", sagte Fotograf Nissen.

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Die Jury sprach von einem ikonischen Foto zur Covid-19-Pandemie. Jury-Mitglied Kevin WY Lee sagte, es gehe darin um Verletzlichkeit, Liebe, Verlust, Trennung, Untergang, "aber - sehr wichtig - auch Überleben". Die Fotoreportage "Habibi" des Fotografen Faccilongo fĂŒr die Agentur Getty sei eine Chronik von Liebesgeschichten vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Israel und PalĂ€stina. "Meine Arbeit soll eine kulturelle BrĂŒcke sein, um Menschen zueinander zu bringen", sagte er.

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Verheerungen

Fotografen in acht Kategorien wurden ausgezeichnet. Die Corona-Pandemie war in diesem Jahr eines der großen Themen - wie auch die Proteste in den USA nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd und die verheerende Explosion im Hafen von Beirut. An dem Wettbewerb hatten sich 4.315 Fotografen aus 130 LĂ€ndern beteiligt. Die beiden Hauptpreise sind mit je 5.000 Euro dotiert. Die Siegerfotos sollen in 50 LĂ€ndern in einer Ausstellung zu sehen sein. In Wien zeigt WestLicht ab 10. September alle preisgekrönten Bilder in der World Press Photo Ausstellung 2021.

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