Tipps fürs Wochenende

Martin Parr
Foto: ©Martin Parr / Magnum Photos/Martin Parr/Magnum Photos Martin Parr stellt seine Fotos derzeit im Kunst Haus Wien aus.

Wohin am Wochenende? Subjektiv ausgewählte Fortgehtipps für Wien.

Lernen mit Stefanie Sargnagel. Das kann man am Samstag in der Lugner City, dem Wohnzimmer von Richard Lugner und seinem Spatzi. Der Ort ist nicht gerade bekannt für Fortbildungsnachmittage, sondern eher für seichte Unterhaltung. Aber Fräulein Sargnagel, die Wienerin Autorin und Facebook-Rebellin, die sich selber als Beisl-It-Girl bezeichnet und auch heuer beim Bachmann-Preis lesen wird, lädt zur Charity Show Gala, wo sie mit "Oh du schönes schiarches Österreich" den Abend eröffnen wird. Danach erfährt man alles, was es über das Frauenbild in diesem Land zu wissen gibt. Klaus Werner Lobo spricht dann darüber, „warum sich die Bobos so fürchten, mit der U6 in die Lugner City zu fahren." Mit weiteren speziellen Fragestellungen geht es dann weiter: "Sind die Linken so abgehoben und nur für die da oben? Ist die sonst in der Lugner City so präsente FPÖ jene, die sich für die Menschen – gegen die da oben einsetzt? Und was sagt uns, dass die FPÖ nicht einmal einen kommunistischen, vergesslichen grünen Opa besiegen kann?" Ja was nur?! Antworten gibt es am Samstag ab 20 Uhr in der Lugner City.

Weitere Tipps:

Party für die gute Sache

Der Startschuss für die die achte Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Lange Nächte der Menschenrechte“ findet am Freitag im Leopold statt. Es geht um Themen wie Flucht, Asyl und Integration. beschäftigen derzeit Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung. Die Wiener Partycrew Prasselband und das Café Leopold unterstützten das und laden zur Party. Die Einnahmen kommen den Projekten von "Vielmehr für Alle! - Verein für Bildung, Wohnen und Teilhabe" zugute, die mit geflüchteten Menschen arbeiten.

Party

Freitag: Dominik Eulberg kommt wieder mal nach Wien. Der Naturbursch und Vogelkundler unter den Techno-DJs ist hierzulande ein gern gesehener Gast. Scheinbar. Denn Eulberg spielt alle drei Monate mal in einem Wiener Club. Diesmal am Freitag im Flex.

Der aus Bologna stammende Alessandro Cortini war mal Teil von Nine Inch Nails und dort für die Grooves, Sounds und Störgeräusche aus der Konserve zuständig. Am Freitag kommt er mit seinen Lieblingsplatten in die Grelle Forelle, ein Mix aus Ambient, Krautrock, New Wave und Techno.

Drum & Bass à la Vollkontakt gibt es im Fluc am Praterstern. Die Veranstaltungsreihe feiert übrigens ihren elften Geburtstag.

Am Samstag eröffnet man in der Pratersauna den frisch gestrichenen und eingelassenen Pool.

Im Celeste hat man zwar kein Planschbecken, aber dafür auch einen feinen Garten und UK-Garage, Juke und Post-Step-Fantasien auf der Tanzfläche, dargeboten von Aplot.

Strom Club Foto: /Strom Club Auch am Samstag: Das Debüt von Draußen im Volksgarten - eine monatliche Open-Air Eventreihe. Für die Umsetzung sorgen Kein Sonntag Ohne Techno und der Strom.Club. Der Fokus liegt auf Disco & House. Abseits der Musik wird mit Vintage Elementen gearbeitet und soll einen Touch der 70s und 80s schaffen.

Konzerte

Siehe dazu Rock in Vienna.

Martin Parr Foto: ©Martin Parr / Magnum Photos/Martin Parr/Magnum Photos

Ausstellung

Das Kunst Haus Wien widmet dem britischen Fotografen Martin Parr eine Retrospektive.

Sommerkino

Es ist Anfang Juni und damit startet auch die Sommerkino-Saison. Die Fülle an Möglichkeiten ist dabei schier endlos. Ein Überblick über die bereits offenen Freiluftkinosäle: "Kino am Dach": Das Programm unter dem Titel "High Lights" beinhaltet bis zum 31. August neben den traditionellen Klassikern und österreichischen Filmen einen Fokus auf das US-Independent-Kino. So wird Indie-Ikone Jim Jarmusch mit Filmen wie "Stranger Than Paradise" und "Mystery Train" ein Schwerpunkt gewidmet und sind mit "A Most Violent Year" und "99 Homes" zwei Filme zu sehen, die bis dato keinen regulären Kinostart in Österreich hatten.

Ab Freitag (3. Juni) geht das Freiluft-Wanderkino "Volxkino" wieder auf Tour. Bis 16. September macht es an ungewöhnlichen Orten wie Parkanlagen, Märkten oder am Gürtel Station, um den Städtern bei freiem Eintritt Unterhaltung zu bieten. Zum Auftakt gibt es Spike Jonzes satirische Groteske "Adaptation" am Karmelitermarkt in der Leopoldstadt. "Stumm & Laut" lautet das Motto am Columbusplatz, wo ab 25. August an vier Tagen historische Stummfilme mit Livemusik gezeigt werden. In Summe umfasst das Volxkino-Programm mehr als 50 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme.

Das Kino am Naschmarkt geht am Freitag (3. Juni) in die zweite Runde. Als Leinwand dient eine Gebäudemauer, auf dem Parkplatz sind Sitzgelegenheiten aufgestellt. Damit die Filmdialoge - welcher Hauptfilm gezeigt wird, ist noch geheim - trotz des Straßenlärms gut zu hören sind, werden Kopfhörer ausgeteilt. Der Eintritt ist frei.

Am 5. Juli startet das Open-Air-Kurzfilmfestival "dotdotdot" im Garten des Volkskundemuseums. Wie viel Eintritt man zahlt, liegt frei nach dem Motto "Pay as you can" im eigenen Ermessen. Geboten werden bis 26. August donnerstags und freitags in Summe rund 200 Kurzfilme plus Rundumprogramm. Der Themenschwerpunkt liegt auf "Tanz und Film - eine Sommerliebe".

Einen Blick in die Zukunft gibt es im Bruno-Kreisky-Park in Margareten zu sehen: Hier läuft seit Montag "Science Fiction im Park". Bis kommende Woche, Donnerstag, werden preisgekrönte Science-Fiction-Klassiker gezeigt. Mit dabei sind beispielsweise "Barbarella" oder "Mission to Mars". Bei Schlechtwetter entfällt die Vorstellung.

Literatur und Kabarett

Am Samstag findet die zweite Auflage des Four Festivals im - Nomen est omen - vierten Wiener Gemeindebezirk statt. Dabei werden wieder Gemeindebauhöfe, Parks, Kirchen und andere Alltagsorte abseits des herkömmlichen Kulturbetriebs zu Kultur-Locations. Bei freiem Eintritt sorgt das Festival mit einem abwechslungsreichen Programm in den drei Blöcken "Literatur im Käfig", "Kabarett im Gemeindebau" und "Sankt Wien Pop" auch heuer für Unterhaltung in den Bereichen Literatur, Kabarett und Musik.

- "Literatur im Käfig" (Gemeindebauhof Kolschitzkygasse 9-13) mit Georg Markus (15h) und Mercedes Echerer & Hundsfisch (16h)

- "Kabarett im Gemeindebau" (Schelleingasse 9-15) mit Gerald Fleischhacker (17.30h) und Haipl & Knötzl (18.30h)

- "Sankt Wien Pop" (Kirche St. Elisabeth) mit Bratfisch (20h), dem DENK Trio und dem Chor St. Elisabeth (21h)

Das Festvial findet von 4. bis 18. Juni an mehreren Orten und Plätzen im Ottakringer Gebiet Sandleiten und darüber statt. Zentrum der Aktivitäten ist der Sandleitenhof in Ottakring, größter Gemeindebau des "roten Wien". Hier geht es zum Programm.

(kurier) Erstellt am
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