Kultur 05.03.2018

Oscars 2018: "The Shape of Water" großer Sieger

Ein Moment von der Oscar-Verleihung 2018 © Bild: Chris Pizzello/Invision/AP

90. Oscar-Gala in Hollywood: "The Shape of Water" wurde zum besten Film gekürt. Frances McDormand und Gary Oldman holen die Hauptdarsteller-Preise.

In Schwarz-Weiß hatten am Sonntag Abend die 90. Oscars in Hollywood begonnen. Moderator Jimmy Kimmel stellte die Stars der Gala im Stil der 40er-Jahre vor - bevor er im fliegenden Wechsel ins Heute und damit in die laufende Gesellschaftsdebatte um die Verhältnisse in der Filmindustrie wechselte. Die Debatte um sexuellen Missbrauch und Benachteiligung von Frauen dominierte vor allem den Beginn der Show.

Mit Favoritensiegen in den Hauptkategorien ging dann die Gala in Hollywood glanzvoll - und ohne Hoppalas wie bei der Preisvergabe 2017 - zu Ende.

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Die wichtigsten Kategorien

Bester Film: The Shape of Water

Die Fantasyromanze "Shape of Water" (zur KURIER-Filmkritik) des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro ist zum besten Film gekürt worden. In der Königskategorie triumphierte das Werk, in dem sich Sally Hawkins in der Rolle einer stummen Putzfrau in einer Hochsicherheitseinrichtung in ein geheimnisvolles Wasserwesen verliebt. "Ich bin wirklich, wirklich stolz", freute sich Del Toro in seiner Dankesrede.

Beste Regie: Guillermo del Toro

del Toro wirft nach Chaos bei Verleihung 2017 lieber einen Blick aufs Kuvert
Guillermo del Toro inspects the envelope as Warren Beatty, right, presents him with the award for best picture for "The Shape of… © Bild: Chris Pizzello/Invision/AP

Guillermo del Toro ist zum besten Regisseur für "The Shape of Water" gekürt worden. Zuvor hatte der Film auch beim Produktionsdesign und der Filmmusik die Konkurrenz hinter sich gelassen. Das mit 13 Nominierungen als Topfavorit ins Rennen gegangene Werk konnte damit in vier Sparten eine Nennung in einen Preis ummünzen.

Auch "Dunkirk" (3 Auszeichnungen/8 Nominierungen), "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" (2/7) und " Blade Runner" (2/5) wurden mehrfach prämiert.

Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand

Frances McDormand (60) hat bei der 90. Oscar-Gala heute ihren zweiten Oscar geholt. Für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" (zur KURIER-Filmkritik) gewann sie die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin. In dem Film von Martin McDonagh spielt sie eine desillusionierte, zu allem bereite Mutter einer ermordeten Tochter, die einen persönlichen Rachefeldzug gegen die aus ihrer Sicht untätige Polizei startet.

Bester Hauptdarsteller: Gary Oldman

Gary Oldman
Gary Oldman accepts the award for best performance by an actor in a leading role for "Darkest Hour" at the Oscars on Sunday, Mar… © Bild: Chris Pizzello/Invision/AP

Es war ein Favoritensieg: Der Engländer Gary Oldman (59) setzte sich in der Hauptdarstellerkategorie durch. Für"Die dunkelste Stunde"(Zur KURIER-Filmkritik)hatte er sich in den britischen Premierminister Winston Churchill verwandelt. In Joe Wrights Historiendrama überzeugte er mit einer wortgewandten und eindringlichen Performance, die schon bei den Golden Globes ausgezeichnet wurde.

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Beste Nebendarstellerin: Allison Janney

Bei den Nebendarstellerinnen war Allison Janney (58) siegreich. In dem auf der Lebensgeschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding basierenden Film "I, Tonya" spielt sie eine typische Eislaufmutter, die ihre Tochter nach vorne peitscht.

Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell

Der Schauspieler Sam Rockwell (49) hat für seine Mitwirkung im Film "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" einen Oscar erhalten. Für seine Rolle als rassistischer Kleinstadtpolizist gewann der US-Amerikaner den Oscar als bester Nebendarsteller.

Originaldrehbuch: Jordan Peele

US-OSCARS-SHOW
Director Jordan Peele delivers a speech after he won the Oscar for Best Original Screenplay for "Get Out" during the 90th Annual… © Bild: APA/AFP/MARK RALSTON

Als erster Schwarzer hat der US-Amerikaner Jordan Peele am Abend den Oscar für das beste Originaldrehbuch gewonnen. Der 39-Jährige wurde für seine Arbeit an der Horrorkomödie"Get Out"ausgezeichnet. Das Werk, bei dem Peele auch Regie führte, erzählt von einem jungen schwarzen Mann, der bei der rassistischen Familie seiner weißen Freundin plötzlich in Lebensgefahr gerät.

Die weiteren Preise

Oscars 2018
FREMDSPRACHIGER FILM "A Fantastic Woman" Regie: Sebastian Lelio
KAMERA Roger A. Deakins "Blade Runner 2049"
ORIGINALDREHBUCH Jordan Peele

"Get Out"

ADAPTIERTES DREHBUCH James Ivory "Call Me by Your Name"
SCHNITT Lee Smith

"Dunkirk"

FILMMUSIK Alexandre Desplat

"The Shape of Water"

PRODUKTIONSDESIGN Paul Denham Austerberry, Shane Vieau, Jeffrey A. Melvin

"The Shape of Water"

TONSCHNITT Richard King und Alex Gibson

"Dunkirk"

TONMISCHUNG Gregg Landaker, Gary A. Rizzo, Mark Weingarten

"Dunkirk"

SPEZIALEFFEKTE John Nelson, Gerd Nefzer, Paul Lambert and Richard R. Hoover

"Blade Runner 2049"

MAKE-UP/FRISUR Kazuhiro Tsuji, David Malinowski, Lucy Sibbick "Darkest Hour"
KOSTÜMDESIGN Mark Bridges

"Phantom Thread"

REALKURZFILM "The Silent Child" Regie: Chris Overton, Rachel Shenton
ANIMATIONSFILM "Coco" Regie: Lee Unkrich, Darla K. Anderson
ANIMATIONS-KURZFILM "Dear Basketball" Regie: Glen Keane, Kobe Bryant
DOKUMENTARFILM "Icarus" Regie: Bryan Fogel und Dan Cogan
DOKUMENTAR-KURZFILM

"Heaven Is a Traffic Jam on the 405"

Regie: Frank Stiefel

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( kurier.at , sho ) Erstellt am 05.03.2018