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Schon bevor die Preisverleihung über die Bühne ging, gab es genügend Tratsch am Red Carpet. Der Grund: Viele Schauspielerinnen verweigerten Moderator Ryan Seacrest ein Interview. Er war für den Sender E! im Einsatz und wurde vor einigen Wochen der sexuellen Belästigung von einer Kollegin beschuldigt. Er bestreitet den Vorwurf vehement.

16 der 20 oscarnominierten Schauspielerinnen verschmähten den Small Talk mit Seacrest, darunter Margot Robbie und Viola Davis, die den Moderator beim Vorbeigehen einfach ignorierten.

Zumindest Mary J. Blige und weniger bekannte Gäste stoppten für den Moderator. Als Seacrest für Minuten keine Gesprächspartner finden konnte, rettete ihn seine alte Kollegin Kelly Ripa, die sich für ein Pläuschchen bereit zeigte.

Feuchtfröhlicher Auftritt

Sie wollte nicht auf die After-Party warten: Oscarpreisträgerin Jennifer Lawrence genehmigte sich bereits während der Preisverleihung mehrere Gläser Wein und wirkte schon bald sichtlich beschwipst. Sie vergaß sämtliche Benimmregeln und machte mit ausgelassenen Posen Schlagzeilen. Die Schauspielerin hatte erst vor Kurzem verkündet, dass sie sich eine zweijährige Pause von Hollywood nehmen will - und feierte offenbar schon jetzt fleißig vor.

Anspielungen auf Oscar-Patzer

Lawrence amüsierte sich jedenfalls prächtig - auch auf Kosten ihrer besten Freundin, Emma Stone.

"Wenn dieses Jahr dein Name verkündet wird, steh nicht gleich auf. Gib uns eine Minute", scherzte Moderator Jimmy Kimmel in Anspielung auf Faye Dunaways und Warren Beatys Oscar-Patzer vom vergangenen Jahr, die damals versehentlich "La La Land" in der Kategorie bester Film verkündet hatten, über Emma Stone.

Die war damals als Erste aufgestanden, um sich vom Publikum bejubeln zu lassen. Umso peinlicher war es dann, als sich herausstellte, dass "Moonlight" der eigentliche Gewinner war.

Die angedüdelte Lawrence konnte ihre Schadenfreude über Kimmels Seitenhieb auf ihre Freundin nicht verbergen - worüber im Netz nun fleißig gewitzelt wird.

Dunaway und Warren Beaty bekamen übrigens die Chance, ihre Oscar-Panne vom vergangenen Jahr wieder gut zu machen. Diesmal ging alles gut: Dunawy und Beaty kürten "The Shape of Water" ohne Versprecher zum besten Film. Regisseur Guillermo del Toro konnte es dennoch nicht lassen, einen Kontrollblick auf den Inhalt im Kuvert zu werfen, bevor er seiner Freude freien Lauf ließ.

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Das ging daneben: Lindsey Vonn

Zum ersten Mal am Red Carpet der Oscars war Ski-Rennläuferin Lindsey Vonn zu sehen. Allerdings landete sie mit ihrem opulenten und etwas zu eng wirkenden Transparent-Look kombiniert mit Protz-Kette und Extrem-Blondierung prompt auf den Worst-Dressed-Listen.

Red Carpet: Roben bei den Oscars 2018