SPÖ-Vertreter im ORF-Stiftungsrat Heinz Lederer

© Kurier/Jeff Mangione

Kultur
09/19/2018

ORF-Chef soll Quoten-Garantien bei Programmreform geben

Stiftungsrat. SPÖ-Vertreter Heinz Lederer fordert bei Regionalisierung im ORF-Programm Fingerspitzengefühl.

von Christoph Silber

Die erste Sitzung des ORF-Stiftungsrates am Donnerstag dürfte lebhaft werden. Nachdem Thomas Zach, ÖVP-Vertreter im obersten Gremium, im KURIER ein „Autonomie-Paket für Länder-Studios“ gefordert hatte, warnt dessen SPÖ-Pendant Heinz Lederer vor unausgegorenen Schritten: „Speed kills.“ Das gelte auch für Programm-Erneuerungen.

Umstritten ist etwa eine tägliche Sendung mit dem Arbeitstitel „10 vor 10“. In der sollen, soweit bekannt, kurz vor der „ZiB2“ nochmals Beiträge aus den Bundesländern gespielt werden. „Auch wenn ich die Chancen darin sehe, will ich keine programmlichen Schnellschüsse. Ich erwarte mir eine Garantie vom Generaldirektor, dass das mit Fingerspitzengefühl und unter Beachtung der Quotenstabilität passiert.“ Lederer fordert „eine Qualität in der Vorbereitung“ ein.

Die Sendezeit für „10 vor 10“ wird wohl von den Magazinen davor – etwa „Report“ oder „Am Schauplatz“ – abgezwickt. „Das sind Sendungen, die für Quotenstabilität im Hauptabend sorgen“, so Lederer. Auch die „ ZiB2“ kann Schaden nehmen, geht dieses Experiment daneben.

Professionalität

Auch bei einer möglichen „ZiB2“ am Sonntag will Lederer vom ORF-Chef Garantien, dass mit Bedacht und Professionalität vorgegangen wird. „Ich finde die Idee überlegenswert. Auch da personell für frischen Wind zu sorgen, begrüße ich. Aber nicht bloß um der Erneuerung willen. Claudia Reiterer hat es geschafft, die Seher-Wanderung zur früher startenden Sendung von Anne Will zu stoppen . Das darf nicht gefährdet werden.“

Am Dienstag wurde die Nachfolge für den zum Jahreswechsel scheidenden ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm ausgeschrieben. Lederer erwartet, dass der Markt an Personen dafür schnell sondiert wird. „Oder es übernimmt Programmdirektorin Kathrin Zechner. Dann ist die Unterhaltung endlich Chefsache.“ Von dort erwartet er auch frische Ideen für junge Formate – „um junge Seher an den ORF zu binden und neue Moderatoren zu finden.“

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