© Jacek Chabraszewski - Fotolia / Jacek Chabraszewski/Fotolia

Kultur
04/05/2022

Neue Kinder- und Jugendbücher: Sprechende Wölfe, Heimat, Flucht und neue Wege

Neue Kinder- und Jugendbücher: Was es bedeutet, seine Heimat verlassen zu müssen + Wenn Füchse Wölfe unterdrücken + Wissenswertes über Bäume + Es ist Gartenzeit + Den Horizont erweitern.

von Marco Weise

Wer es lebend übers Meer schafft, ist zwar in Sicherheit, aber trotzdem gefangen: Auf der Insel Lesbos, wo viele Flüchtlinge  mit  Booten  u. a. aus Syrien angekommen sind, um ein neues Leben anfangen zu können, sitzen Tausende fest. Darunter zahlreiche Kinder, die in diesem Buch zu Wort kommen, von Wünschen, Hoffnung und der Situation im Zeltlager erzählen.

Alea Horst, Mehrdad Zaeri: „Manchmal male ich ein Haus für uns“. Klett Kinderbuch. 80 Seiten. 16,95 Euro
 

Was ist Heimat? Diese Frage kann wohl nur jeder für sich selbst beantworten, denn Heimat bedeutet für jeden etwas anderes. Was zum Beispiel,   versuchen Jani, Henriette und andere Kinder im Rahmen einer Reise an der Seite  einer sprechenden Schildkröte herauszufinden. Inspiriert wurde diese Geschichte  von neun Jugendlichen (mit und ohne Fluchterfahrung).

Susannah Haas, Ina Hsu: „Ein Zuhause auf dem Rücken“. Tyrolia. 96 Seiten. 16,95 Euro
 

Silas wird in der Schule gemobbt, weil er stottert. Eines Tages trifft er am Waldrand auf einen verletzten Wolf, den er erstversorgt. Diese Begegnung ist der Beginn einer Freundschaft, der Anfang eines Abenteuers, in dem Füchse das Sagen haben und   Wölfe unterdrücken. Dann aber   findet der  kleine Junge   seine Stimme – und hilft. Wunderschön erzählt.

Sam Thompson: „Der Junge, der mit den Wölfen spricht“. Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Thienemann. 208 Seiten. 15,50 Euro.

Ohne Bäume kein Leben auf diesem Planeten. Obwohl das allgemeinhin bekannt sein sollte, gehen viele nicht gerade behutsam mit ihnen um. Vielleicht wissen wir auch noch zu wenig über sie. Um das zu ändern, sollte man schon  als Kind, als Jugendlicher alles über Bäume lernen –  am besten auch noch spielerisch. Insofern kann man dieses Buch als Gewinn bezeichnen.

Elisabeth Etz, Nina Spagl: „Ein Baum kommt selten allein“. Leykam. 152 Seiten. 22 Euro
 

Die Schritte sind eingeübt, die Begegnungen vorhersehbar. Was  vielleicht Sicherheit bringt, macht  geistig  müde: Der Alltag, er kann nerven. Und so entscheidet sich Mo eines Tages, nicht den immer gleichen Weg zum Dorf zu gehen. Dabei lernt sie ihre Umgebung aus einer anderen Perspektive kennen. Man sollte nie damit aufhören, den eigenen Horizont zu erweitern.

Dorothee Schwab, Stefan Karch: „Die Geschichte von Mo“. Tyrolia. 26 Seiten. 16,95 Euro
 

Carolina und Leo haben nun einen Garten, oder besser gesagt eine   verwilderte Brachfläche. Wie man diese  schnell in einen Wohlfühlort
für Pflanzen, Tiere und Menschen verwandeln kann,  zeigt dieses  toll illustrierte und mit Garten-Fachwissen  angereicherte Buch, dessen Originalausgabe  1988 veröffentlicht wurde. Nun liegt es in einer neuen Fassung vor.

Gerda Muller: „Unser Garten“. Deutsche Textfassung von Silvia Bartholl. Moritz. 48 Seiten. 16,95 Euro 

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare