Die Kronprinzessin Leopoldine (Lilian Jane Gartner) mit ihren neuen Mitbewohnern, Kaiser Robert Heinrich I. (Robert Palfrader) und Seyffenstein (Rudi Roubinek) in "Wir sind Kaiser*in", ab 13. Jänner in ORF1

© ORF/ORF/Hans Leitner

Kultur Medien
01/13/2021

"Wir sind Kaiser*in" in ORF1: Seine Majestät bekommt Kontra

Lilian Jane Gartner stellt als Kronprinzessin das Leben von Robert Heinrich I. und Seyffenstein auf den Kopf.

von Nina Oberbucher

Seine Majestät ist zurück im Fernsehen, wenn auch in etwas weniger imperialer Umgebung, als man das bisher gewohnt war: Das Haus der Industrie wurde gegen ein TV-Studio in Wien-St. Marx getauscht, anstelle der offiziellen Audienzen gibt es nun einen Einblick in den harten Arbeitsalltag von Kaiser Robert Heinrich I. (Robert Palfrader). Wie immer an seiner Seite: Seyffenstein (Rudi Roubinek). Die größte Veränderung für Seine Majestät ist in „Wir sind Kaiser*in“ (ab heute, Mittwoch, 22 Uhr, ORF1) jedoch ein Neuzugang: Denn unverhofft ist des Kaisers Tochter, Kronprinzessin Leopoldine, aufgetaucht (gespielt von Lilian Jane Gartner, „Wischen ist Macht“). Sie stellt das Leben des Kaisers gehörig auf den Kopf. „Jemanden, der uns Kontra gibt, haben wir am österreichischen Hof so bislang noch nicht erlebt“, meint Palfrader im KURIER-Gespräch.

Die Show
„Wir sind Kaiser*in“  ist ab heute (Mittwoch) um 22 Uhr in ORF1 zu sehen, ab Episode 3 um 21.55 Uhr

Die Kronprinzessin
Die 1994 in Wien geborene Schauspielerin Lilian Jane Gartner hatte eine durchgehende Rolle in der ORF-Serie „Wischen ist Macht“ an der Seite von Ursula Strauss 

Frech, vorlaut, lustig

Die Kronprinzessin, so Gartner, ist auf jeden Fall „frech, vorlaut, lustig“. Und sie hat natürlich andere Interessen und Wertvorstellungen als die alten weißen Männer am Hof: So interessiert sie sich etwa für Themen wie Umweltschutz oder Gendergerechtigkeit. Für Seyffenstein ergibt sich wiederum die Möglichkeit, „wenn er mit seinem Herrn auf keinen grünen Zweig kommt, sie ein bisschen auf seine Seite zu ziehen. Aber das wird der Kaiser mit seiner Tochter sicher auch machen“, vermutet Roubinek.

Seit 2007 schlüpfen Palfrader und Roubinek regelmäßig in die Rollen von Kaiser und Seyffenstein, bis 2010 wöchentlich. Im Vorjahr kam das Aus des Kultformats „Wir sind Kaiser“ in der bisherigen Form, das durch den Drehort, das Haus der Industrie, mit hohen Produktionskosten verbunden war. „Der ORF hat gemeint, wir sollen uns Gedanken über einen Relaunch machen. Sie wollten mit den Figuren weiterarbeiten, aber in einer anderen Form“, erzählt Palfrader. „Dann sind der Rudi und ich ins Waldviertel gefahren, haben uns in die Sauna gesetzt und gehirnt. Und das ist dabei herausgekommen.“

Das Ergebnis löst Peter Kliens Late-Night-Show „Gute Nacht Österreich“ an seinem angestammten Sendeplatz ab, der dort bisher eher mäßiges Quotenglück beschieden war und die nun auf den Freitag übersiedelt. Die vorerst acht Episoden von „Wir sind Kaiser*in“ werden wöchentlich produziert. „Wir lieben es, dass wir dadurch aktuell sein und auf gesellschaftliche Ereignisse und politische Entwicklungen eingehen können. Dadurch bekommen wir eine gewisse Relevanz“, sagt Palfrader. Das sei zuletzt durch die vierteljährlichen Auftritte kaum möglich gewesen.

Info für den Herrscher

Wer aktuell sein will, kommt natürlich am Thema Corona nicht vorbei. „Ein Herrscher muss sich ja über das Geschehen in der Welt informieren. Da gibt es immer wieder Gegebenheiten, wo er jemanden kommen lassen muss, der ihm das erklärt“, so Roubinek. Zum Auftakt ist das der Molekularbiologe Martin Moder.

Wenn die Thronfolge nun geklärt ist, könnte der Kaiser dann demnächst eigentlich abgelöst werden? „Undenkbar“, meint Roubinek. „Aber man muss natürlich an die Zukunft denken.“

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