Paul Bettany und Elizabeth Olsen in der Serie "WandaVision"

Superhelden in der Vorstadt: Vision (Paul Bettany) und Wanda (Elizabeth Olsen) in der neuen Marvel-Serie "Wanda Vision", ab 15. Jänner bei Disney+

© Marvel Studios

Kritik
01/14/2021

"WandaVision" bei Disney+: Wenn Helden den Haushalt schmeißen

Marvel schickt Wanda und Vision in einer neuen Serie auf eine ganz schön schräge Zeitreise durch die TV-Geschichte.

von Nina Oberbucher

Normalerweise bekämpfen sie böse Mächte, sind mit dem potenziellen Ende der Menschheit konfrontiert oder haben das Schicksal des Universums in der Hand. Da scheint der Gegner, mit dem sich die Superhelden in der neuesten Marvel-Serie herumschlagen müssen, vergleichsweise harmlos: der Haushalt.

Wanda Maximoff alias Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) und Vision (Paul Bettany) versuchen sich in der neuen Serie „WandaVision“, die ab morgen (Freitag) bei Disney+ zu sehen ist, im normalen Vorstadtleben. Zumindest vordergründig.

Es ist die erste Serie aus der Superhelden-Schmiede Marvel für den Streamingdienst des Maus-Konzerns, zu dem Marvel auch gehört – angesiedelt nach den Ereignissen des Kinohits „Avengers: Endgame“ (2019). Herausgekommen ist eine höchst ungewöhnliche Mischung aus Comedy, Drama und Superhelden-Story.

Die nicht weniger konventionellen Protagonisten, die realitätsumkrempelnde Wanda und der Android Vision, begeben sich auf Zeitreise durch die TV-Geschichte, hüpfen in dieser Hommage an klassische US-Sitcoms durch die Jahrzehnte und erproben dabei den stinknormalen Alltag zweier Eheleute. Zu Beginn müssen sie sich in den schwarz-weißen und von Publikumslachern untermalten 50ern mit einer schrecklich neugierigen Nachbarin (Kathryn Hahn) herumschlagen und in die typischen Fettnäpfchen einer Dinnerparty treten. Später kommt Farbe dazu. Dabei dürfen Wanda und Vision nie durchblicken lassen, dass sie nicht so gut in die spießige Nachbarschaft passen, wie sie sich das wünschen würden.

Doch immer wieder ist in den ersten drei Episoden, die für die Presse vorab zu sehen waren, zu erahnen, dass die Idylle fragil ist und hinter dem trauten Leben im Einfamilienhaus Düsteres wartet. Matt Shakman („Game of Thrones“, „It’s Always Sunny In Philadelphia“), der bei allen neun Episoden Regie führte, erzählte der New York Times, dass es bei „WandaVision“ eigentlich um Trauer geht. Was für jene, die brav alle „Avengers“-Filme gesehen haben, nicht völlig überraschend sein dürfte. Schließlich war Vision zuletzt eigentlich tot.

Die Kombination mit den humorigen Sitcom-Elementen ist eine schön-schräge Abwechslung im adrenalingeladenen Marvel-Universum. Wie Regisseur Shakman der New York Times berichtete, gab es aber auch actionreiche Drehtage. Man darf gespannt sein.

"WandaVision" ist ab 15. Jänner bei Disney+ zu sehen

Noch mehr Serien-Tipps und Reviews gibt's auf KURIER.at/streaming.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.