"Marvel's 616": Außenseiter, die für das Gute kämpfen

Auch Fans von Superhelden bekommen in der Doku-Reihe „Marvel’s 616“ auf Disney+ einen Platz
Disney+ bietet in einer neuen Doku-Reihe einen Blick hinter die Kulissen eines Universums, das von ebenso erfolgreichen wie eigentümlichen Superhelden bevölkert wird.

von Gabriele Flossmann

Seit dieser Woche ist bei Disney+ eine Doku-Reihe zu sehen, die Comic-Fans nicht verpassen sollten: „Marvel’s 616“. In jeder der acht Episoden wird eine andere Sichtweise des Superhelden-Universums eröffnet.

Eine der ersten Folgen zeugt vom neuen Zeitgeist des Disney-Marvel-Imperiums, indem der stetige Aufstieg von Superfrauen dokumentiert wird. Bis heute werden in Comics gerne die Geschlechterklischees überzeichnet. Frauen rekeln sich sexy, strecken dem Betrachter möglichst viel Bein, Po und Busen entgegen. Mit der steigenden Zahl von Frauen an den Zeichen- und Tricktischen werden diesen Bildern autarke und vor allem starke Heldinnen entgegengesetzt. Darunter die erste Superheldin mit pakistanischen Wurzeln: Kamala Khan, ein muslimischer Teenager.

Sie bekommt als Ms. Marvel nicht nur eine eigene TV-Serie auf Disney+, sondern soll auch irgendwann neben den Avengers im Kino auftreten. Außerdem hat der Marvel-Verlag noch die „Black Widow“ und „She-Hulk“ im weiblichen Repertoire. Und um auch die ethnische Diversität weiterzutreiben: Captain America soll demnächst ein Afroamerikaner sein.

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