Henry Cavill als Geralt von Rivia in der zweiten Staffel von "The Witcher", ab Freitag (17. Dezember) bei Netflix

© Netflix/Jay Maidment

Streaming-Kritik
12/17/2021

"The Witcher" Staffel 2: Die Monsterjagd hat schon mal mehr Spaß gemacht

Die Fantasyserie mit Henry Cavill geht in die zweite Runde.

von Nina Oberbucher

Schwertkämpfe, Blut, nackte Haut, der ein oder andere Drache und viele (geplante) Staffeln – die Fantasyserie „The Witcher“, die auf den Bestseller-Büchern des polnischen Autors Andrzej Sapkowski beruht, ist Netflix’ Antwort auf „Game of Thrones“. Heute (Freitag) startet die zweite Staffel mit acht neuen Folgen.

Superman-Darsteller Henry Cavill spielt in der Serie den grummeligen Monsterjäger Geralt von Rivia, der gegen Geld zur Schädlingsbekämpfung ausrückt. Durch eine seltsame Tradition wurde er zum Adoptivvater der angstbefreiten Prinzessin Cirilla (Freya Allan), die nach einem Angriff auf ihr Königreich Cintra fliehen muss. Die eigensinnige Magierin Yennefer (Anya Chalotra) steckt in einer Art On-Off-Beziehung mit dem Witcher und hielt am Ende der ersten Staffel im Alleingang die feindlichen Armeen von Nilfgaard auf. 

Die erste Staffel erzählte das mit hohem Tempo, einer komplexen Zeitebenenstruktur und einer guten Portion Selbstironie. Und weil sich die Serie eh nicht zu ernst nahm, verzieh man auch, wenn es zwischendurch trashig wurde. Für die Zeitsprünge erntete „The Witcher“ von Fans Kritik, was die Macher nun berücksichtigten – nicht unbedingt zum Vorteil der Serie.

Der Handlung kann man jetzt zwar leichter folgen, was die Serie aber auch generischer macht. Und zumindest in den ersten Episoden, die vorab zu sehen waren, fehlt das Augenzwinkern. Vielleicht auch, weil der großmäulige Barde Jaskier (Joey Batey) erst recht spät auftaucht, der dem stoischen Geralt immer so herrlich auf die Nerven gegangen ist. Und selbst er ist nicht nur zum Spaßen aufgelegt. Dafür hat der Witcher jetzt anstelle seiner gebrummten Ein-Wort-Meldungen tatsächlich Text bekommen.

Die neuen Folgen schließen nahtlos an die vorhergehenden an. Geralt zieht mit Cirilla in die Burg von Kaer Morhen, wo die Witcher bei ihrem Ziehvater Vesemir (Kim Bodnia, „Die Brücke“) eine Art Winterschlaf halten und er sich und Cirilla in Sicherheit wähnt. Doch manchmal lauert der Gefahr im Inneren - im wahrsten Sinne.

Cirilla will in Kaer Morhen nicht nur Däumchen drehen und trainiert ihre Kampfkenntnisse auf einem Parcours, der „Ninja Warrior“ alt aussehen lässt. Ihre Figur ist wesentlich reifer und selbstbewusster geworden. Yennefer hat von der großen Schlacht gegen Nilfgaard Spuren davongetragen. Sie beteiligt sich an neuen Intrigen, während so mancher Bösewicht mehr Tiefe bekommen hat und neue Figuren auftauchen. Die Leichtigkeit bei der Monsterjagd fehlt aber trotzdem.

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