Wer steckt hinter den Masken von Lipizzaner, Yeti und Geistergräfin? Auf Social Media kursieren Namen wie Kati Bellowitsch, Lilian Klebow, Nadine Beiler, Franziska Weisz und Sandra Pires. Die Auflösung gibt's am Dienstag ab 20.15 Uhr bei "The Masked Singer Austria" auf Puls4

© Puls4/Willi Weber, Puls4/Julia Feldhagen, Puls4/Willi Weber

Kultur Medien
10/13/2020

"The Masked Singer Austria"-Finale: Letzte Masken sind gefallen

Wie das Zuschauerforum funktioniert, warum es bei Puls4 Live-Indizien statt Einspieler gibt und wie es um eine zweite Staffel steht.

von Nina Oberbucher

Lipizzaner, Yeti und Geistergräfin – diese waren bei „The Masked Singer Austria“ noch im Rennen und sind beim Finale am Dienstag (20.15 Uhr, Puls4) noch einmal singend gegeneinander angetreten.

Wer gewonnen hat, lesen Sie hier:

In dem aus Südkorea stammenden Musik-Format, das in die ganze Welt verkauft wurde (u. a. auch nach Deutschland zu ProSieben), verstecken sich Promis unter aufwendigen Kostümen. Lediglich der Gesang und ausgewählte Indizien dienen als Hinweise, wer sich hinter den Masken verbergen könnte.

Am Ende eines jeden Abends scheidet ein Kandidat aus – und muss seine Identität preisgeben. Bei „The Masked Singer Austria“ waren das bis zum Finale Sänger James Cottriall als Falke, Moderator Alfons Haider als Steinbock, Schauspielerin Sabine Petzl als Katze, Sänger Lukas Plöchl als Klimaheld und zuletzt Skifahrer Rainer Schönfelder als Karpfen, der mit dem vierten Platz knapp den Einzug ins Finale verpasst hat.

Nach dem Auftakt an Flughöhe verloren

Gestartet ist die Austro-Version der Gesangsshow mit Arabella Kiesbauer als Moderatorin und dem Rate-Team bestehend aus Elke Winkens, Nathan Trent und Sasa Schwarzjirg bereits im März. Wegen der Pandemie musste jedoch nach nur einer Folge pausiert werden.

Mitte September ging es weiter – allerdings nicht mehr mit ganz so großem Publikumszuspruch: Während beim Auftakt durchschnittlich 311.000 Zuseher dabei waren, schauten beim Halbfinale noch 183.000 zu.

„Wir haben uns natürlich erhofft und gewünscht, dass wir nach dem Rekordstart im März auch mit dem coronabedingten Restart im Herbst wieder so viele Menschen begeistern können und so weiter machen können“, so Puls4-Unterhaltungschef Patrick Schubert. „Ein bisschen an Flughöhe haben wir jedoch verloren, aber ich glaube, dass wir im Finale noch einmal eine Steigerung haben werden.“

Zufrieden sei man dafür mit den Quoten bei den jungen Zielgruppen. „Wir merken auch, dass die Leute zu Hause eine Freude an der Sendung haben und man sieht auf Social Media, dass wirklich ein Ratespaß entsteht.“

Wie das Zuschauerforum bei "The Masked Singer Austria" funktioniert

In den sozialen Medien werden nicht nur die neuesten Vermutungen darüber geteilt, welche Promis unter den Kostümen stecken – Sandra Pires und Kati Bellowitsch wurden da genauso genannt wie Nadine Beiler und Lilian Klebow. Auch die Show selbst wird kommentiert – bei dem einen oder anderen „Masked Singer“-Fan hat etwa das neue Votingsystem für Fragezeichen gesorgt.

Im Gegensatz zum Start im März – und zur deutschen Version von ProSieben – ist „The Masked Singer Austria“ nun nicht mehr live, sondern wurde bereits aufgezeichnet. Dadurch können die Zuseher nicht mehr per Telefonvoting entscheiden, wer eine Runde weiterkommt. Stattdessen übernahm ein Zuschauerforum.

„Wir haben mit einem Marktforschungsinstitut jede Woche aus tausend Leuten das optimale Panel zusammengestellt, das Österreich repräsentiert, in dem alle Bundesländer und Zielgruppen vertreten sind“, erklärt Schubert. „Diese Leute haben die Sendung live über einen Streaminglink mitverfolgt. Die haben dann die Auftritte und die Indizien gesehen – nicht die Demaskierung – und über ein spezielles Online-Tool, das wir entwickelt haben, gevotet.“

In anderen Ländern, in denen die Show ebenfalls aufgezeichnet wird, stimmt das Saalpublikum ab. Weil coronabedingt keine Zuseher im Studio waren, war das jedoch nicht möglich. „Trotz allen Umständen haben wir durch dieses Votingsystem eine faire und repräsentative Möglichkeit geschaffen.

Warum Puls4 Live-Indizien statt Einspieler zeigt

Ein weiterer Unterschied zur ProSieben-Variante: Anstelle von kleinen Einspielfilmen, die vor den Auftritten der Promis den ein oder anderen Hinweis auf die Identität geben, zeigt Puls4 sogenannte Live-Indizien. Dabei handelt es sich um Gegenstände, die von Security-Mitarbeitern auf die Bühne getragen werden. 

„Wir wollten eigentlich persönliche Gegenstände nehmen und die Live-Indizien sind im weitesten Sinne ja auch persönliche Gegenstände, die eine Geschichte über den Menschen erzählen. Wir haben uns dafür entschieden, weil wir glauben, dass das persönlicher und interessanter ist, weil es haptische Dinge sind“, meint Schubert. 

Für jene, die "The Masked Singer" zuvor auf ProSieben gesehen hatten, eine Umstellung: „Manche ZuseherInnen, die auch ,The Masked Singer‘ auf ProSieben verfolgt haben, haben sich erwartet, dass wir es genauso machen. Deshalb gab es da auf Social Media auch ein paar Wortmeldungen zur ersten Show, die da ganz stark verglichen wurde.“

Verschwiegenheit ist bei "The Masked Singer" Trumpf

Wann genau aufgezeichnet wurde, verrät Schubert übrigens nicht – das sei auch Teil des Geheimhaltungskonzepts.

Diskretion steht bei dem Format überhaupt an erster Stelle: Nur ein kleiner Kreis an Personen ist eingeweiht, welche Promis mitmachen. Während der Show werden die Teilnehmer voneinander abgeschirmt. Jeder bekommt eine schalldichte Garderobe und einen eigenen Bodyguard. Auf dem Weg ins und aus dem Studio tragen die Promis schwarze Kapuzenpullis mit der Aufschrift "Don't Talk To Me" sowie verspiegelte Gesichtsmasken. Und: Es herrscht Sprechverbot.

Partner wurden eingeweiht – damit keine Ehen in die Brüche gehen, wenn der oder die andere für die Auftritte plötzlich verschwindet –, mussten jedoch auch eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Schließlich soll niemandem die Freude am Mitraten vermiest werden. Die Kandidaten haben laut Schubert jedenfalls großen Spaß an dem Versteckspiel gehabt.

Ob es nach der Final-Show eine Fortsetzung von "The Masked Singer Austria" geben wird, ist noch nicht fixiert. „Sicher denken wir über eine zweite Staffel nach, überlegen auch Adaptionen“, so Schubert. „Aber jetzt steht noch das Finale an und dann entscheiden wir.“

Finale
Heute (Dienstag) ab 20.15 Uhr ist die Final-Show von  „The Masked Singer Austria“  bei Puls4 zu sehen 

Rückblick
„Die Geheimnisse von The Masked Singer Austria“ verrät Puls4 am Montag (19. Oktober) um 20.15 Uhr. In der Sendung berichten die Promis, wie es ihnen in den letzten Monaten ergangenen ist

Neustart
ProSieben schickt bereits die dritte Staffel der deutschen Version von „The Masked Singer“ auf Sendung. Startschuss für die nächste Runde der Kostümshow ist am Dienstag (20. Oktober) um 20.15 Uhr

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