Er hat keine Ahnung, was sie im Schilde führt: Nicholas Hoult als Peter III., Elle Fanning als Katharina die Große in der neuen Serie "The Great"

© Hulu/Ollie Upton/Hulu

Kritik
06/19/2020

"The Great": Die absurden Abenteuer der jungen Zarin

Elle Fanning gibt in der satirischen Serie Katharina die Große, Nicholas Hoult spielt einen trotteligen Peter III.

von Nina Oberbucher

Es ist nicht einmal ein Jahr her, da hat man Helen Mirren als resolute Katharina die Große in „Catherine The Great“ gesehen (hierzulande bei Sky abrufbar). Nun gibt es die nächste Serie über die russische Zarin: „The Great“ mit Elle Fanning in der Hauptrolle ist seit dieser Woche bei Starzplay zu sehen.

Dass man es hier mit der Wahrheit nicht immer so genau genommen hat und vieles mit Augenzwinkern zu verstehen ist, verrät schon der Untertitel: „An occasionally true story“ – eine Geschichte, die hin und wieder auch auf Fakten beruht.

Während Mirren die Zarin mit großem Ernst am Höhepunkt ihrer Macht darstellte, geht es in der satirischen Serie „The Great“ um die junge Katharina. Die kommt mit recht naiven Vorstellungen und einer Kutsche voll Bücher nach Russland. Dort ist die gebildete junge Frau schockiert über die barbarischen Sitten, die am Hof herrschen – und noch mehr über ihren trotteligen Gemahl Peter III.

Hussa!

Der ist (gespielt von Nicholas Hoult, „About A Boy“) in erster Linie mit sich selbst und seiner vermeintlichen Großartigkeit beschäftigt. Seinen Mitmenschen begegnet er mit derartiger Willkür und Grausamkeit, dass es beim Zusehen wehtut. Dass Peter scheinbar sämtliches Geschirr am Hof mit einem lauten „Hussa!“ zwanghaft zu Boden werfen muss, gehört noch zu seinen besseren Eigenschaften. 

Das sieht auch die junge Katharina so, weswegen sie mit der vifen Zofe Marial (Phoebe Fox) und dem belesenen Orlo (Sacha Dhawan) bald ein Mordkomplott gegen den Zaren schmiedet: Peter muss weg. Wäre da nicht Lover Leo (Sebastian De Souza), der die Zarin von ihrem Plan ablenkt. 

Serienschöpfer ist Tony McNamara, der einer der Autoren des skurrilen, Oscar-prämierten Historienfilms „The Favourite“ mit Olivia Colman ist. Auch „The Great“ ist sehr speziell. Obwohl wir uns im Russland des 18. Jahrhunderts befinden, unterhalten sich die Protagonisten in einer Sprache, die man aus der Gegenwart kennt. 

„The Great“ ist temporeich und unterhaltsam, wenngleich man die Absurditäten am Hof nicht ganz so stark überspitzen hätte müssen. 

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